Eine nicht alltägliche Beziehung - Teil 20

22 11-17 Minuten 0 Kommentare
Eine nicht alltägliche Beziehung - Teil 20

Eine nicht alltägliche Beziehung - Teil 20

Grauhaariger

Der Wirt stellte mehrere Karaffen Wein in die Tische. Man stieß an und diskutierte. Die Tochter des Wirtes setzte sich zu der Gesellschaft und spielte griechische Lieder auf ihrer Gitarre.

Als kreativste Idee für Olivias Auslöse wurde ein Schein von jeder Euro-Banknote vereinbart. Zusammen 885,-. Martins Einspruch, dass es die 500,- Euro Note faktisch nicht mehr gibt, wurde ignoriert. Martin unterschrieb einen Schuldschein, den Pat als Organisatorin an sich nahm.

„Whoppa!“ Wer außer dem Wirt selbst könnte stilvoller einen Sirtaki anführen?“ Alle, wirklich alle schlossen sich an. Und Manu, die zusammen mit Kira als Nachzügler herangefahren kam, klatschte im Takt kraftvoll mit.

„Wo wart ihr denn?“ fragte Olivia atemlos, nachdem der letzte Ton verklungen war.

Manuela, sonst immer sehr stark und gefasst, liefen die Tränen. „Kira hat mir einen Antrag gemacht, obwohl wir uns erst ein gutes halbes Jahr kennen! Sie hatte die Ringe schon länger…und nachdem Du mir den Brautstrauß in den Arm gelegt hattest…!“ Mit den Fingern wackelnd, hielt sie Liv die linke Hand mit dem Ring entgegen.

„Kira braucht Dich mehr als Du sie!“ Liv tupfte mit einem Taschentuch Manuelas Tränen weg. „Freu Dich doch!

Mit: „Hat sie!“ kam Kira auf die beiden zu. Olivia drückte beide und wünschte alles Gute!

Ein lautes: „Yamas“ vom Wirt ausgebracht, ließ alle ihre Gläser erheben. „Auf das Brautpaar!“

Die Wirtstochter fing wieder an zu spielen. Daniela fragte Liv im Vertrauen: „Hat er?“

Diese lachte. „Klar hat er!“

*****

Die Feier der Hochzeit

Kurz vor 19:00 Uhr war das Brautpaar samt der Gäste, die in die Strandtaverne mitgezogen waren, zurück im Hotel. Die Stuhlreihen von der Trauung waren aufgelöst und wichen Vierer- Sechser- Achtertischen und der Tafel, an dem das Brautpaar samt Olivias Eltern, Daniela mit Mann sowie Alena und Olivier platznehmen würden.

Die Tische nahmen einen Großteil der Terrasse und des inneren Restaurantbereiches ein. Der Drehgrill mit dem Zicklein stand etwas Abseits. Das Buffet war vorbereitet, aber natürlich noch nicht mit Speisen bestückt. Die Band war bereit und wartete nur auf das Zeichen, loszulegen.

Für Olivia und Martin stand gleich der sogenannte „Brautwalzer“ auf dem Programm. In Anlehnung an „Let’s dance“ hat Linus eine Choreografie gebastelt, bei dem zuerst ein klassischer Wiener Walzer getanzt werden sollte. Dieser Walzer würde dann übergehen in einen sogenannten „Freestyle“.

Falls irgendjemand die Hochzeitstorte vermisst: diese ist auf dem Weg vom Konditor in München zur Feier auf Kos einem „Unfall“ zum Opfer gefallen. Wo genau das Malheur passierte war letztendlich auch egal. Keine Feier ohne Panne! Bei dem Angebot, was Olivier auffahren ließ, war zwar die Tradition gebrochen, aber richtig vermisst wurde die Torte nicht. Olivia war das gar nicht so unrecht, denn das mit der Hand oben auf dem Messer…sie ist zwar eine starke Frau, lässt sich aber von Martin gerne auch mal sagen, wo es langgeht!

Patricia bat unser Brautpaar auf die Tanzfläche. „Ich würde jetzt viel lieber mit Dir vögeln…“, raunte Martin seiner Braut zu.

„Du meinst;“ Olivia schaute ihn lächelnd an, „es wäre von Vorteil, wenn ich jetzt strippen würde?“

„Oh, ja!“ begeisterte sich ihr Bräutigam.

„Vielleicht mache ich das nachher ja noch…?“

„Mach keinen Unsinn…;“ dachte sich Martin, hatte aber keine Zeit mehr, näher darauf einzugehen.

Die Musik kam von einer CD. Das wollte man nicht der ansonsten ausgesprochen guten Musikgruppe, wir kennen sie ja vom Vorabend, überlassen. Mit Olivia an seiner Seite fühlte sich Martin total sicher. Da konnte eigentlich nichts passieren. Bedeutend schwieriger stellte sich Martin die Tänze mit den anderen Damen vor. Davor drücken konnte er sich heute nicht…!

Der „Brautwalzer“ klappte perfekt! Sie ernteten sogar Beifall für den doch schwierigen zweiten Teil! Dann durfte die Band ran und, wie könnte es anders sein, wartete Olivia nicht ab, sondern forderte ihren Vater zum Tanz.

Für Martin als Gentleman war es überhaupt keine Frage, Mareike zu bitten. „Ihr seid ein so schönes Paar…!“, stellte die Brautmutter während des Foxtrotts fest.

Martin bemühte sich, seine Schwiegermutter gut zu führen und improvisierte neben dem Grundschritt auch ein paar Figuren. Mareike bewies, wie gut sie tanzen kann. Irgendwoher musste Olivia das ja haben…!

Die darauffolgende Musik lies stimmig nur ein langsames im-Takt-wiegen zu. Mareike dachte gar nicht daran, ihren Schwiegersohn ziehen zu lassen. Sie suchte den engen Tanz. Martin fügte sich und überlegte nachdenklich: „Eigentlich fühlt sich Mareike richtig gut an! Wäre sie nicht Olivias Mutter…“ Er verwarf diese Gedanken gleich wieder und suchte mit den Augen seine Olivia. Sie träumte im Arm ihres Vaters.

„Bekommen wir eure Suite, wenn ihr morgen abfahrt?“ Mareike hatte soeben diesen Wunsch geäußert. „Der Jacuzzi…!“

Wieder wurden seine Gedanken auf seine Schwiegermutter gelenkt. Bilder kamen hoch. Mareike nackt im Jacuzzi! Natürlich hatte Martin hingesehen. Volle Brüste und …ihre Scham war behaart. Jetzt überlegte er: „Wie es sich wohl anfühlen würde…Seine Schwiegermutter aufreizend mit gespreizten Beinen vor ihm im Bett liegend…und sein brettharter Schwanz erobert ihre…?“

„Das kann ich gerne für euch arrangieren!“ Martin hatte sich wieder unter Kontrolle. Und als wäre es absolut zufällig, drückte Mareikes Hüfte gegen seinen doch erregten Pint. Sie zwinkerte kurz mit beiden Augen und lächelte. Martin dachte: „Welch ein Luder!“

Olivier, in seiner beherrschenden Art, übernahm das Mikrofon und bat die Gäste, sich zu setzen. „Wenn ich rede, dauert es immer ein bisschen!“, entschuldigte er sich schon im Voraus.

Er bedankte sich für die Einladung und betonte, dass er ohne Martin heute nicht hier stehen würde. „Ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich sage, dass wir seit seiner Knochenmarkspende gute Freunde sind!“

Er zählte die vielen guten Eigenschaften auf, die er an Martin entdeckt hatte. Und weil Martin ist, so wie er ist, gönne ich ihm diese junge, überaus charmante und wahrhaft clevere Frau von ganzem Herzen, die er nach langem Kampf mit sich selbst dann endlich doch gefragt hat.

Seine Begeisterung für Olivia konnte man Olivier zu jeder Sekunde ansehen. Er dehnte seine Rede noch ein wenig, bis er letztendlich dem Brautpaar alles Gute wünschte, auf Olivia und seinen Freund zuging und beide umarmte.

Die Gelegenheit beim Schopf packend, übernahm Hendrik mit zitternder Hand das Mikro.

Olivias Vater hatte eine Rede vorbereitet und auswendig gelernt. Sicherheitshalber steckte der Zettel in seiner Jackettasche.

„Ich habe lange überlegt, wie ich anfangen soll…,“ Hendrik atmete schwer und kämpfte sichtbar mit Wasser in den Augen. „Ich bin so unendlich stolz auf Dich! Meine Kleine…“ weiter kam er nicht. Er drehte sich weg und suchte das Weite.

„Warte! Warte! Nicht weglaufen!“ Olivia war aufgesprungen und rannte ihrem Vater hinterher. Nach wenigen Metern hatte sie ihn eingeholt und legte ihren Arm um ihn.

„Bleib, bitte!“, flüsterte sie ihm zu. „Ich will wissen, was Du mir sagen willst!“ Sie lotste ihn zurück zu seinem Stuhl. Mareike, ihre Mutter, rückte eine Sitzgelegenheit weiter, so dass Olivia neben ihrem Vater platznehmen konnte. Er drückte ihr seinen „Spickzettel“ in die Hand, weil er sich selbst außerstande sah, diesen vorzutragen.

Olivia nahm das Mikrofon in die Hand und las selbst vor:

„Meine Kleine; Du bist und bleibst meine Kleine, auch wenn Du inzwischen eine ganz große bist! Du steuerst Flugzeuge, mit mehr Leuten drin, als ich überhaupt kenne! Und Du springst aus Kilometern Höhe furchtlos in die Tiefe! Beim Segelfliegen, da hast Du mich auch schon mitgenommen. Angst hatte ich keine, denn Du warst ja am Steuer. Ich habe immer gedacht: Meine Kleine, die macht das schon!“ Olivia gab ihrem Papa einen Kuss auf die Wange und las weiter:

„Du warst ein Wunschkind! Deine Mama und ich haben immer versucht, gute Eltern zu sein. Du durftest viel! Wie oft haben wir zu Hause gesessen und gehadert: Hätten wir das nicht besser verbieten sollen? Du hast uns so viel Freude gemacht und deine Versprechen immer eingehalten! Natürlich warst Du teuer! Aber wir haben jeden Cent vielfach zurückbekommen!

Als ich Dich heute an deinen Ehemann übergeben habe, wusste ich, dass Du in dem Moment nicht von uns gehst, sondern dass jetzt noch jemand versucht, auf Dich aufzupassen! Du weißt schon, wie ich das meine! Deine Mama und ich sind fest der Überzeugung, dass wir Dich nicht verloren, sondern einen Sohn dazubekommen haben.“

„Nun zu Dir, Martin!“ Olivia musste lachen, war doch die Wortwahl ihres Vaters ungewöhnlich. „Wir wissen, dass Olivia Dich wahnsinnig liebt!“ Liv nickte zustimmend. „Natürlich können wir nicht nachempfinden, wie sehr Du deine erste Frau und deine Tochter vermisst! Glaub mir, es tut uns unendlich leid, was geschehen ist. Wir hätten Sara auch gerne kennengelernt. Olivia hielt kurz inne, weil auch auf dem Zettel Punkte scheinbar eine Pause markieren sollen.

„Mareike und ich freuen uns sehr, Dich in unserer Familie aufnehmen zu dürfen und hoffen, Du nimmst unser Angebot auch an. Ein ganz spezielles Danke möchte ich Dir auch dafür sagen, dass Du den Namen unserer Familie als deinen Namen gewählt hast! Dass Olivia sich riesig gefreut hat, weißt Du ja schon!“

Olivia las die letzten Sätze nicht mehr vor. Stattdessen sprach sie leise ins Mikro: „Danke Papa! Danke Mama! Ich liebe Euch!“

Liv schnaufte kurz durch und verkündete laut: „Hier spricht ihre Pilotin Olivia Andersson. Das Buffet ist eröffnet!“ Sie setzte sich auf den Schoß ihres Papas, umarmte und drückte ihn. Tränen? Naja, vielleicht, ein Paar…

Das Essen ließ keine Wünsche offen. Viel Fisch, Riesengarnelen, aber auch Fleischspeisen, beispielsweise zartestes Stifado oder Lamm. Highlight war ein Zicklein am Spieß, das seit Stunden über glühender Holzkohle gedreht wurde und portionsgerecht vor den Gästen tranchiert wurde. Vegetarisches durfte natürlich nicht fehlen. Für Veganer war die Auswahl nicht sooo groß. Aber Hunger leiden musste niemand!

Ein Weilchen nach dem Essen spielte die Kapelle wieder etwas lautere Musik, die zum Tanzen animieren sollte. Martin führte das ein- oder andere Gespräch an den Tischen seiner Gäste. Dann erschien Olivia wieder auf der Bildfläche. Sie und Daniela waren kurz verschwunden. Warum? Gleich!

Olivia trug nun irgendein seltsam aussehendes Kleid. Sie winkte Martin nur kurz zu und begann mit Daniela zu tanzen. Immer wilder wurden ihre Bewegungen. Es sah irgendwie improvisiert aus. Immerhin schafften sie es, dass sich bald nur noch wenige Andere auf der Fläche tummelten. Dann geschah das vermeintlich Unfassbare. Ein lautes: „Rrratsch“ war zu hören. Alle dachten, jetzt steht Eine ohne Klamotten da. Weit gefehlt! Daniela hatte ihrer Freundin zwar das Kleid vom Körper gerissen, aber darunter trug Liv das eigentliche Outfit. Wieder ein Kleid. Weiß, mit Farbakzenten, kurz, tiefer Ausschnitt, sehr sexy! Natürlich wieder hohe Schuhe, die aber zum Tanzen durchaus geeignet waren. Ihre Haare trug Olivia nun offen. So wie man Olivia halt kennt. Außer sie formt ihren geliebten Pferdeschwanz.

„Das ist meine Lady!“, rief Martin laut. „Dann sag es ihr!“ meinte Alena schlagfertig. Die Band war in Sekundenschnelle instruiert und spielten den Titel an. Martin konnte überhaupt nicht anders, als seinen Gesang vom Vorabend zu wiederholen.

Seine Braut hatte sich lässig auf einen der Tische gesetzt und hörte, im Takt mitschwingend, begeistert zu.

Well she's all you'd ever want,
She's the kind they'd like to flaunt and take to dinner …

„Der muss jetzt öfter singen;“ dachte Liv während sie seiner Darbietung lauschte.

She's got style, she's got grace, She's a winner

“Ja, ich hab gewonnen,“ freute sich Olivia, „alles!“

And the lady is mine.

“Ganz und für immer!” Da war sie sich sicher.

Well she knows what I'm about,
She can take what I dish out, and that's not easy,
Well she knows me through and through,
She knows just what to do, and how to please me
.

“Genau so ist es!” So wie gestern Abend freute sich Olivia, dass der Text so perfekt auf sie zutraf.

Talkin about this little lady
Whoa whoa whoa whoa
Whoa and the lady is mine
Yeah yeah She's a Lady
And the Lady is mine.

In den riesigen Applaus hinein ging Olivia auf Martin zu. Sie legte eine Hand in seinen Nacken, nahm ihm das Mikrofon aus der Hand und hauchte ein „Danke“ hinein. Ungeniert küsste sie ihren Mann. Dann hielt sie sich noch einmal das Mikro vor den Mund und meinte: „Das möchte ich jetzt öfter von Dir hören!“

Natürlich klatschten alle Beifall.

„Und das mit der SexBomb natürlich auch!“, lachte Olivia.

*****

Die Band gönnte sich nur wenig Pausen und spielte unermüdlich. Auch zwei Spiele mussten Liv und Martin über sich ergehen lassen. In einem war das Wissen über den anderen gefragt. Sprich Übereinstimmung in den Antworten. Waren diese nicht identisch, musste ein Ouzo getrunken werden.

Bei den ersten Fragen ging es um Gewohnheiten und Eigenheiten. Kein Problem für unser Brautpaar. Dann kam eine Frage, da wusste Olivia nicht so recht, ob Martin sie auch wahrheitsgemäß beantworten würde. „Hat Olivia schon mal eine Frau geküsst?

Beide blieben bei der Wahrheit, also „Ja“.

Wurdet ihr beim Sex schon mal erwischt, beziehungsweise hat euch schon mal jemand dabei beobachtet?

Martin hatte die „Ja“ Tafel bereits in der Hand. Olivia war sich unschlüssig. Frech sagte sie: „Erwischt nein, beobachtet ja!“

Ein Gemurmel kam von den Gästen. Mit dieser Antwort hatte der Moderator nicht gerechnet.

Martin wurde gefragt: „Hat deine Frau schon einmal gestrippt?“

Er antwortete mit „Ja!“

„Dann fragen wir mal deine Frau, wo das denn war.

Olivia verzog ein wenig ihren Mund. Dann sah sie den Moderator an. Sie kannte ihn flüchtig als einen Mitarbeiter aus Martins Firma. „Im Büro eures Chefs!“ antwortete Liv keck.

„Das wollen wir dann nicht weiter hinterfragen…!“ meinte der Mann mit dem Mikro.

Olivia gab sich damit nicht zufrieden. „Du könntest doch fragen, wer alles zugesehen hat?“

Martin prustete fast los, weil sein Angestellter sich in Ausflüchten versuchte.

„Nicht, dass irgendwelche Ehen gefährdet werden…“

„Frag schon!“, forderte die Braut.

„Auf eure Gefahr!“, mahnte der Mann. „Wer hat unsere Frau Andersson beim Strip im Büro des Chefs beobachtet?“

Die Gäste grölten fast. Erste Stimmen kamen. Dieser und jener Name fiel. Olivia stand auf und sagte: „Nur euer Chef!“

„Ach, das ist ja langweilig!!“ hörte man eine männliche Stimme im Hintergrund.

„Das muss man erst mal machen;“ entgegnete Patricia lautstark, „sich vor die bodentiefe Glasscheibe stellen und alles ausziehen! Ich würde mich das nicht trauen, auch wenn der Chef nicht zugegen ist!“

„Leute, streitet nicht! Das Angebot steht! Jeder kann das mal probieren!“ Olivia hatte die Diskussion im Griff. „Trinken wir lieber einen!“ Sie hob ein Glas mit Ouzo hoch. „Yamas!“

„Wo ist denn mein Freund Franz?“ Olivia ging auf die Suche nach dem Fuhrparkleiter. Dieser war bekanntermaßen ein großer Bewunderer Olivias. „Lerne ich Ihre Frau auch mal kennen;“ lächelte Liv, nachdem sie ihn an der Seite seiner Frau erspäht hatte.

„Sie haben meinen Mann schwer beeindruckt!“ entgegnete Frau Seibold der Braut und fügte ein „Danke für die Einladung!“, hinzu.

„Gerne;“ lächelte Olivia. „Schön, dass sie gekommen sind!“

Olivia brachte zum Ausdruck, dass ihr Mann ein ganz netter ist und bot beiden das „Du“ an. „So viel Bewunderung muss doch belohnt werden!“

„Siehst Du,“ meinte Franz Seibold zu seiner Frau, „die Frau Andersson ist eine ganz Liebe!“

Olivia lachte und wünschte beiden noch schöne Tage auf Kos.

„Was ist mit Euch?“

Olivia tat geheimnisvoll. „Wir fliegen nach Schweden! Ich muss mein schwedisch aufbessern!“ Franz nickte und grinste wissend. „Ja, das auch!“ schmunzelte Liv.

*****

Fünf Minuten vor 23:00 Uhr ergriff Patricia das Wort: „Das Hotel hat noch eine kleine Überraschung für uns! Draußen auf der Terrasse…“

Olivier und Alena hatten das Brautpaar unter einem Vorwand bereits dorthin gelockt, an dem das Spektakel am besten zu beobachten war. Pünktlich zur vollen Stunde kam der erste Knall. Von einem Boot wurde ein Feuerwerk gezündet. Eine Rakete schöner und strahlender als die andere! Für einen kurzen Moment schaffte man es tatsächlich, ein riesiges Herz am Himmel erscheinen zu lassen. Olivia hatte sich mit dem Rücken an ihren Mann angelehnt. Was die beiden sich zuflüsterten ist jedoch nicht überliefert.

*****

Es gab kein spezielles Mitternachtsbuffet. Aber die kalten Speisen und Leckereien wurden, liebevoll angerichtet, erneut zum Verzehr angeboten.

Martin fütterte Olivia gerade mit ein paar Oliven, als Ela mit ihrem Mann Gerhard vorbeikam, um sich für die Nacht zu verabschieden. „Wir haben nachher noch was ganz irres vor!“ antwortete Liv auf Gerhards Frage, was heute noch so auf dem Programm stehen würde.

„Und ihr?“ Olivia war neugierig.

„Wie genau willst Du es wissen?“ fragte Danielas Mann.

„Sehr genau!“

Er beugte sich zu Olivia hinunter und flüsterte: „Wir haben deine Handschellen…!“

„Weiß sie es schon?“

„Ja! Und Daniela ist schon ganz …!“ Gerhard grinste.

*****

Olivia und Martin hatten abgesprochen, was sie gleich in die Tat umsetzen wollten. Auf ein Handzeichen spielte erstmal die Band Martins zweiten Song an. Heute, mit Tanzfläche, kam der Titel besonders gut an. Denn nicht nur Olivia tanzte im Rhythmus der Musik. Viele der Gäste ließen sich von Martins „SexBomb“ anstecken. Wie gestern warf sich auch heute Olivia mit dem letzten Takt ihrem Liebsten an den Hals. „Wundervoll! Danke!“ Von vielen unbemerkt fasste Martin seiner wirklich hübschen Braut an den Po. Olivia wusste genau, was er ihr damit sagen wollte. Martin deutete mehrere Verneigungen an und ergriff das Wort:

„Feiert, so lange ihr wollt. Wir ziehen uns jetzt zurück und wünschen Euch noch schöne Tage hier auf Kos. Für uns geht es morgen nach dem Frühstück in die Flitterwoche nach Schweden. Mehr hat Olivias neuer Arbeitgeber nicht genehmigt. Wir werden Segelfliegen, Olivia fliegt und ich Segel mit, und im Hotel das Wellnessprogramm ausgiebig genießen. Danke, dass ihr alle gekommen seid! Unser Dank geht auch an meinen Freund Olivier (Der Wunsch, dass sein Name geheim blieb wurde natürlich nicht erfüllt), für dieses Riesen Geschenk, uns das Hotel zur Verfügung zu stellen und die wirklich köstlichen Leckereien zum Essen und Trinken! Danke! Tschüss und gute Nacht!“ Auch Olivia bedankte sich bei allen Freunden, Bekannten und Angestellten dafür, dass sie zu ihrer Hochzeit gekommen sind. Anschließend verließ das Brautpaar Hand in Hand die Terrasse.

Martin begeisterte sich für Olivias Outfit: „Ich glaub, so eine heiße Braut hat diese Insel noch nicht gesehen! Du siehst…, „Martin fand irgendwie überhaupt keine passenden Worte, „so wahnsinnig toll aus!

„Findest Du?“ Olivia freute sich wie ein Kind, dass sie ihrem Geliebten so gut gefiel.

„So wie Du heute Nachmittag auf mich zugekommen bist…ich hätte Dich am Liebsten umarmt und nie wieder losgelassen!“ Wenn Martin so ein Geständnis machte, dann meinte er das grundehrlich.

Auf einem Mauervorsprung hatte Liv vorhin schon eine Tasche deponiert. Martin nahm diese an sich ohne Olivia loszulassen. Auf direktem Weg liefen die Beiden zum Strand. In Hemd, Anzughose und dem „kurzen“ Brautkleid. Sein Jackett war auf der Feier zurückgeblieben. Das würde man morgen schon finden…

Olivias HighHeels und Martins Halbschuhe blieben auf den Holzbrettern zurück. Barfuß liefen sie ein Stück den Strand entlang. Nur vom Hotel drang leiser Lärm bis hier her. „Niemand da!“ Der Mond erhellte mit seiner Sichel die Umgebung nur spärlich. Die Beiden breiteten ein großes Handtuch im Sand aus. Martin war es egal und er zog Hose und Retroshorts komplett aus, während Olivia nur ihren Slip…ja, den durfte Martin mit den Zähnen…

Seine Lanze stand wie eine Eins und zeigte auf Olivias Heiligtum. Einfach zustoßen, nein! Nur die Eichel durfte ein klein wenig in Livs Vulva eintauchen. Wurde er dadurch noch ein wenig härter?

„Komm schon! Lieb‘ mich!“ hauchte Olivia.

 

ENDE

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 1983

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben