300 Euro - Teil 1

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300 Euro - Teil 1

300 Euro - Teil 1

Grauhaariger

„Gut, dann tropfe ich halt den Boden voll!“ meinte Dana schnippisch und präsentierte ohne jede Scham ihren nackten Körper als sie das Schlafgemach verließ. Und ich hatte gedacht, sie genierte sich noch immer vor mir...

*****

„Läuft da was zwischen Dir und Dana?“

„Wie kommst Du darauf?“ entgegnete ich meiner Schwester, die mir im Vorbeigehen diese Frage gestellt hatte. Mein Neffe, ihr Sohn, spielt in derselben Mannschaft wie Danas Sprössling. Und heute fand die Weihnachts-…, nein Jahresabschlussfeier im Sportheim statt. „Sie schaut Dich an, Du schielst zurück; „stellte meine Schwester fest. „Aber ihr geht euch aus dem Weg. Schon sehr verdächtig!“

Ich tat ihre Vermutung mit einer Kopfbewegung ab. Seit etwa fünf Monaten trafen wir uns heimlich. Zumeist dann, wenn Danas Mann Frühschicht hatte und sie überhaupt nicht oder erst gegen Mittag arbeiten musste. Aber das sollte niemand wissen. Dana wollte das so. Bevor irgendwelche Spekulationen entstehen: Ich hätte Dana nicht fallen gelassen, wenn ihr Mann unsere Affäre entdeckt und sie, wie sagt man umgangssprachlich, ‚hinausgeworfen‘ hätte. Wie oft habe ich sie angefleht, einen Schlussstrich zu ziehen. „Du, Dominik und ich! Das Haus ist groß genug!“ Aber Dana wollte nicht. „Ich kann ihn doch nicht einfach so stehenlassen, nach allem, was war.“

Natürlich würde ich Dana nicht in den Rücken fallen und zu Michi sagen: „Du, ich hab was mit deiner Frau!“ Also blieb mir nur abzuwarten…und keinesfalls etwas tun, damit wir auffliegen.

Bei unserem letzten Date eröffnete mir meine Geliebte, dass sie über Weihnachten/Silvester zu seinen Eltern nach Dresden fahren würden. Sie erhoffte sich dabei auch ein paar Liebesnächte mit ihrem Mann. Dass sie mir dabei mitten ins Herz stieß, ach lassen wir das. Ich habe Dana immer vermittelt, dass sie mit mir über alles reden könne. Und oft tat ihr das richtig gut. Und nachdem sie mir einmal ihre finanzielle Lage dargelegt hatte, war mir klar, dass sie auf das Geld von mir für unsere Dates nur schwerlich verzichten konnte. Michi erzählte sie immer, dass sie Kleidungsstücke oder Schuhe günstig ergattern konnte oder mal ein üppiges Trinkgeld dabei war. „Und ich bunkere auch ein bisschen was!“ verriet sie geheimnisvoll.

*****

Heute um neun wäre unser letztes Treffen vor den Weihnachtsferien. So gegen 08:30 Uhr kam eine Nachricht von meiner Geliebten:

<kann heute nicht
Kuss
Dana>

Natürlich fragte ich nach: <Das ist aber schade! Ist was passiert?
Kuss F>

Dana antwortete: <Nein nur der Michi wollte heute früh unbedingt und ich konnte ja schlecht sagen, dass ich gleich ein Date habe>

Ich schrieb zurück: <Setz dich in dein Auto und komm her>

Darauf Dana: <Dann muss ich aber erst duschen und mich anziehen>

<Nein, musst Du nicht! Komm einfach! So wie Du bist! Ist doch Winter. Mantel drüber und los!>

Ich fügte noch ein: <freu mich sehr auf Dich!> an.

Zweifelnd schrieb sie: <echt nur den Mantel drüber?>

<Ja, und fahr vorsichtig!>

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