300 Euro - Teil 13

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300 Euro - Teil 13

300 Euro - Teil 13

Grauhaariger

Am Abend stellte mir Dominik ein paar seltsame Fragen zu Vera, besagter Nachbarin, und ihrem Mann. Hatte seine Mutter ihn beauftragt, ein wenig zu ‚spionieren‘? Ja, klar! Der Satz mit den 300 Euro! Unser Gespräch am Gartenzaun. Dana musste das mitbekommen haben! Nicht aber, dass es dabei um eine Modelleisenbahn ging, die Vera von ihrem Vater geerbt hatte und ich ihr diese abkaufen wollte.

Wie nicht anders zu erwarten war, wurde die Scheidung der Schröders ausgesprochen. Entgegen ihrer Ankündigung kam meine Geliebte schon am frühen Abend zurück. „Michi musste zurück. Nicht mal ein Kaffee war drin.“ erklärte Dana nüchtern. Dann fügte sie ein wenig unsicher hinzu: Ich habe ihn unser Baby fühlen lassen!“

Meinem fragenden Blick entgegnete sie: „Er war ganz traurig – aber er sagt, dass er sich für mich freut! Dass es mir so gutgeht und Dominik sich bei uns wohlfühlt. Die Beiden telefonieren einmal im Monat. Und Dir lässt er ausrichten, dass Du gut auf mich aufpassen sollst. Das Geld will er Dir nicht zurückzahlen. Dafür hast Du ja mich!“ Lachend fügte sie hinzu: „Und ich bin unbezahlbar!“ Sie nahm meinen Kopf in ihre Hände und küsste mich.

„Warst Du bei unserer Nachbarin?“ fragte Dana Augenblicke später wie aus dem Nichts.

„Ja, gestern Abend;“ gab ich ohne schlechtes Gewissen zu. Und bevor Dana ausflippen konnte, fügte ich hinzu: „Dominik war dabei und Werner war auch da!“

„Dann ist ja gut!“ beruhigte sich meine Geliebte. Ich wollte das mit den 300 Euro nicht aufklären. Sie soll ruhig ein wenig knabbern…

Hätte ich aber gewusst, dass es meine Geliebte so beschäftigt…

Dominik, Dana und ich waren an diesem Abend aus zum Essen. Griechisch. Bei Elena und Dimitri. Die beiden freuten sich, dass es uns und dem Baby so gut ging. Auf Danas Scheidung gab es einen Ouzo für mich und die Wirtsleute, sowie einen alkoholfreien, fruchtigen Cocktail für Dominik und Dana.

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