300 Euro - Teil 13

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300 Euro - Teil 13

300 Euro - Teil 13

Grauhaariger

Danas Mutter erlag einem Krebsleiden, da war meine Geliebte gerade erst einunddreißig und Dominik vier. Das Kind forderte ihre Aufmerksamkeit und lenkte sie vom Tod ihrer Mutter doch etwas ab. Genaugenommen stand Dana, wenn ich mich einmal ausnehme, mit ihrem Sohn ganz allein im Leben. Denn auch ihr Vater war vor gut vier Jahren an einem Herzinfarkt verstorben und Geschwister gab es nicht. Bisher schien sie diese Schicksalsschläge gut weggesteckt zu haben. Natürlich wusste ich nicht, wie es tief in ihr drin aussah. Jetzt erkannte ich, dass dieser Anschein trog!

„Sie wusste immer, was mir fehlte!“ erzählte Dana weiter. „Sie hatte Ratschläge, ohne mich bevormunden zu wollen. Und ich konnte ihr immer mein Herz ausschütten!“
Wir lagen mittlerweile nebeneinander und meine Geliebte weinte bitterlich an meiner Schulter.

Ich war für sie da. Aber ihre Mutter ersetzen, das konnte niemand. Selten war ich so hilflos wie in diesen Momenten. Ich streichelte über ihren Rücken und hörte einfach nur zu. Sie erzählte kurze Episoden aus ihrem Leben und es war klar zu erkennen, wie sehr sie ihre Mama liebte!

Dana war still geworden. Irgendwann richtete sie sich auf. Sie wischte mir eine Träne aus dem Augenwinkel. Natürlich hatte ich Anteil genommen an ihrem Schmerz! „Ich wollte Dich nicht vollheulen;“ beteuerte meine Frau. „Und dass Du mitheulst schon gar nicht!“ „Ich lieb Dich!“ hauchte ich ihr zu, „und heule auch mit Dir!“ Wir lächelten beide. Nase putzen war angesagt. Und Dana musste zur Toilette.

Dass der vermeintliche Sex erst einmal nicht stattfand, war für mich kein Thema. Ich bereitete Danas Lieblingstee zu und meine Geliebte schmiegte sich dabei in meinen Rücken. Ich stellte Fragen zu ihren Eltern. Für mich erschien jetzt der richtige Zeitpunkt dafür zu sein. Dana erzählte viel und wirkte mehr und mehr befreiter.

„Schon halb elf!“ stellte ich irgendwann mit Blick auf die Uhr fest. Meine Geliebte war, mit dem Kopf in meinem Schoß, eingeschlafen. Ich entschloss mich, meine beiden Frauen ins Bett zu tragen. Natürlich wachte Dana dabei auf. Sie wirkte glücklich und schlang ihren Arm um meinen Hals. Unter ihrer Mithilfe durfte ich sie ausziehen. „Bleib bei mir, ganz nah!“ bat meine Geliebte und schlief weiter.

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