300 Euro - Teil 15

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300 Euro - Teil 15

300 Euro - Teil 15

Grauhaariger

„Die haben Mama gerade noch einmal zu einer Untersuchung rausgeschoben!“ Mit diesen Worten empfing mich unser Sohn bei meinem Eintreffen auf der Station in der Klinik. Ich nahm ihn in den Arm. Normalerweise lässt er sowas nicht gerne zu. Aber man konnte ihm ansehen, wie sehr ihn die Situation mitgenommen hatte. Vor allem die Sorge um seine Mutter.

„Wir waren bei meinem Vater,“ begann er zu erzählen. „Erst war alles ganz easy. Er hat sich sogar gefreut, dass es mir und meiner Mutter bei Dir so gut geht. Auch dass Mama so eine Kugel hat…“

„Sie fingen dann an, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Ich habe gesagt, sie sollen aufhören!“

Dominik pustete kurz. „Dann,“ er schaute mich irgendwie fragend an, „Mama hat mich in den Arm genommen und was von Entschuldigung gesagt.“ Dominik spielte unsicher mit seinen Händen. „Mein Vater saß da wie ein Häufchen Elend.“

Er nahm einen Schluck aus der Wasserflasche, die ich mitgebracht hatte. Wenn meiner Liebsten ein Spezi so wichtig ist, bekommt sie ihn auch! Und bei dieser Gelegenheit habe ich auch ein paar kleine Flaschen Wasser erstanden.

„Ich kann Dir nicht helfen, hat Mama dann zu meinem Vater gesagt;“ erzählte Dominik weiter. Dann sind wir gegangen. „Er hat uns nachgerufen, wir sollten doch bleiben. Aber Mama hat mich hinausgezogen.“

Ganz schön heftig; dachte ich mir und lobte ihn für das konsequente und schnelle handeln, als Dana zusammengebrochen war. „Wir wollten zur U-Bahn und standen schon an den Treppen, als Mama sich zu mir drehte. Sie ist einfach zusammengesackt. Ich glaub, ich konnte den Sturz ein wenig abfangen! Aber wenn sie die Treppen runter…“ Dominik kämpfte mit den Tränen.

„Du hast alles richtig gemacht!“ ermunterte ich ihn.

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