„Wenn Du nicht zahlst,“ ihre Stimme klang unsicher, „werden ein paar seiner Kumpels mich richtig rannehmen und mir zeigen was es heißt, gut gefickt zu werden.“ Ich war entsetzt. Dana bibberte, dass sie Angst hätte. Und dass sie es ‚denen‘ durchaus zutrauen würde, sie zu entführen und zu vergewaltigen. „Michi bin ich mittlerweile völlig egal.“
Nach Augenblicken des sich wieder Fangens erzählte sie weiter, dass er sie in der vergangenen Nacht rücksichtslos genommen hatte. „Er hat gedroht mich gnadenlos zu verprügeln, wenn ich mich wehren oder schreien würde.“
„Willst Du ihn anzeigen?“ Resignierend schüttelte sie mit dem Kopf: „Das bringt doch nichts.“
„Und er hat dich einfach so gehenlassen?“ fragte ich ungläubig.
„Seine Eltern haben meinen desolaten Zustand heute Morgen gesehen und mir diese Tasche gegeben. Ich sollte meine Sachen packen und schnell verschwinden…“
Die ersten Tage schaute Dana ständig aus einem der Fenster. Ist er da? Auf der Straße? Im Garten? Sie telefonierte täglich mit ihrem Sohn. Der war allerdings nicht davon zu überzeugen, dass der Typ, der seiner Mutter den Kopf verdreht hatte, ein ‚Guter‘ ist. Sprich: er wollte bei seinem Vater wohnen bleiben. Von ihrem Mann hörten und sahen wir jedoch nichts. Von Dominik wussten wir, dass Michi wenigstens bis Neujahr in Dresden bleiben würde.
Meine Geliebte hatte die Übergriffe und den erzwungenen Sex relativ schnell weggesteckt. Jede freie Minute, jeden Abend und vor allem in jeder Nacht suchte sie meine Nähe. Die ersten Tage nicht für Sex. Ihr war das Haut-an-Haut-Gefühl, schmusen, küssen und gestreichelt werden wichtig. Vielleicht auch die Geborgenheit. Am 30ten Dezember, dem Tag vor Silvester, schmiegte sie sich abends beim Fernsehen wie die letzten Tage auch, ganz dicht an mich. Ich hatte eine lässige Freizeithose und ein T-Shirt übergezogen und Dana war in ihr Longshirt mit der Disneyfigur vorn drauf geschlüpft.
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