„Was es ihnen Wert ist!“ antwortete sie. Die Stimme kenne ich doch. Ich sah sie genauer an. Die zerzausten und langen Haare und die zerlumpte Kleidung ließen mich erstmal nicht richtig hinsehen. Jetzt traf es mich wie ein Stich ins Herz. „Dana?“ fragte ich. Sie schaute in den Boden. Dann drückte sie mir eine ihrer Papierblumen in die Hand und rannte weg.
„Bleib doch! Bitte!“ rief ich ihr hinterher. „Ich bin Dir nicht böse!“
Wenige Meter weiter blieb sie stehen. Ich ging auf sie zu. „Geh doch einfach;“ meinte sie kleinlaut, als ich ihr Kinn mit meinem Zeigefinger ein wenig angehoben hatte.
„Wartet er auf Dich?“ fragte ich, was sie mit einem Kopfschütteln verneinte.
„Und Dominik?“
„Der lebt bei meinen Schwiegerleuten.“
„Hunger?“
Dana kam ein kaum hörbares „Ja“ über die Lippen.
Ich hatte oben auf der Straße einen Imbiss gesehen. „Currywurst oder Boulette mit Pommes?“ fragte ich.
Dana nickte. Ich nahm sie in den Arm und drückte sie an mich. Ungeziefer in ihren Klamotten? Ach was…
Voller Freude sah ich Dana zu, wie sie zwei Portionen in sich hineinstopfte. Auch eine Cola reichte ihr nicht. „Wohnst Du hier irgendwo?“ fragte ich.
Vor zwei Tagen bin ich rausgeflogen. Ich wohn jetzt da unten. Sie zeigte auf die Treppe in das Untergeschoß, wo ich sie aufgegabelt hatte. „Und bevor Du fragst: Alles was ich habe ist in dem Rucksack auf meinem Rücken.“ Sie klang so traurig.
„Ich habe Dich geliebt!“ ließ ich sie wissen. „Und ich war total fertig, als Du gegangen bist. Dana schniefte und wischte sich eine Träne aus dem Auge. Ich erzählte ein wenig, was in den letzten Monaten so alles passiert ist. Als Fazit meinte ich: „Ich würde es gerne noch einmal mir Dir versuchen…“
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