Die „Sexzensuren“ meiner Ex-Lehrerin machten meiner „Italoehre“ arg zu schaffen. Erst Estelles Zuspruch richtete mich wieder auf. Bei ihr genügte es, wenn sie mir an geschädigter Stelle die Hand auflegte. Lesbe hin, ...Lesbe her. Ausstrahlung besaß sie eben...
„Hüte dich künftig vor allzu reifen, unersättlichen Frauen. Zuvor geh aber mal zum Arzt, und laß die Rötung untersuchen. Das sieht mir gar nicht gut aus. Hast du etwa schon wieder kein Gummi benutzt?“
Ja, Estelle hatte recht. Ich war unvorsichtig. Aber es hätte schlimmer kommen können. Ich hatte mir nur einen Pilz eingefangen.
Im Wartezimmer traf ich gleich zwei meiner ehemaligen Klassenkameraden. Udo hatte sich ebenfalls etwas bei Fräulein W. eingehandelt, nur drei Tage vor mir. Und Rex hatte auch so einen Verdacht, nachdem ihn Claudia an der Haustür verführt hatte. Er war Postbote. Rex wußte auch zu berichten, daß unsere Nymphomanin von der Schule geflogen war, nachdem man sie mit einem Abgangsschüler in der Sporthalle erwischt hatte. Doch hatte sie bald diesen reichen, alten Banker geheiratet, der „Ihn“ zwar kaum noch hoch bekam, aber seiner triebhaften Gattin gern bei ihren ausgefallenen Spielchen zuschaute.
Nun ja, jedem Tierchen sein Pläsierchen. Bald war mein kleines, juckendes Geschenk kuriert, und mein Selbstvertrauen wieder hergestellt. Zu scharf waren schließlich die Versuchungen, die mein Traumberuf so mit sich brachte...
...„Ja, das waren noch Zeiten“, schmunzelte Raphael über seine jugendlichen Dummheiten, und schob ein Lesezeichen zwischen die Tagebuchseiten.
„Und ruck-zuck vergeht die Zeit. Du wirst Papa ...du heiratest“, ...ging es ihm durch den Kopf. „Wo habe ich denn überhaupt die Ringe gelassen?“
Er gab er die panische Suche nicht auf, bevor er das Kästchen in Händen hielt.
Nun war er wieder ruhig, und griff erneut nach seinen „historischen“ Aufzeichnungen...Mehr davon im nächsten Teil...
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