Abgekartetes Spiel

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Abgekartetes Spiel

Abgekartetes Spiel

Peter Hu

Eine so heiße Nacht, wie die mit Queequeg, hatte ich schon lange nicht mehr erlebt; um nicht zu sagen, noch nie. Dennoch war es wieder eine jener Fallen, die mir mein perverses Trio gestellt hatte. Zuckerbrot und Peitsche lagen eng beieinander. Natürlich hatte mein feuriger Liebhaber genau gewusst, wer uns da so mitten im Akt belästigt hatte. Und er hatte mich nur um so stärker heran genommen, umso hartnäckiger es klingelte. Kein Zweifel: Sie steckten alle unter einer Decke.
Am nächsten Morgen klopfte es an der Tür. Nein es klopfte nicht, es hämmerte.
Als mein tätowierter Adonis öffnete, sah er sich zweier normal gebauter Gentleman im Nadelstreifen gegenüber, die irgendwie an Mafiosi der Prohibitionszeit erinnerten. Und hinter ihren gepolsterten Schultern verbarg sich eine gewisse, rothaarige Lady mit aufgerollter Peitsche in der Hand…
Dr. „Queequeg“ tat überrascht, als die Mafiosi ihre Theaterpistolen zogen. Theaterpistolen? …nein, es handelte sich um recht naturgetreue Paintball-Spielzeuge mit angedeutetem Schalldämpfer. Drei, vier dumpfe Schüsse. Ich hörte deutlich das patschende Geräusch als die roten Gelatinekugeln auf Queequegs Haut zerplatzten. Autsch, das musste tierisch wehtun. Ich war mir sicher, dass es sich um Gelatine handelte. Denn mein prächtiger Stier brach viel zu theatralisch zusammen, als er getroffen wurde. Und schließlich erkannte ich noch seinen prall aufgerichteten Ständer, als Tanja sich in ihren Overknees über ihn kniete, dass er tief in das Allerheiligste unter ihrem knallengen Ledermini blicken musste. Außerdem konnte ich deutlich sehen, wie sich seine vermeintlich erloschenen Stielaugen in die tiefe Kerbe zwischen den eng geschnürten Hängetitten bohrte, als sie seinen Atem kontrollierte.

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