Irgendetwas hatte Jonas nicht vertragen, nachts mußte er raus. Sein Magen grummelte, er hatte Durchfall und später mußte er sich auch übergeben. Morgens, vor dem Frühstück, meldete er sich bei dem begleitenden Lehrer. Man verständigte sich, dass Jonas vielleicht besser im Bett bleiben sollte, um sich auszukurieren und einen möglichen Virus nicht weiterzugeben. Der Lehrer gab ihm auch ein paar Tabletten und wünschte ihm Alles Gute. Er würde Bescheid sagen, dass er etwas zu Essen bekäme, der Rest der Jahrgangsstufe würde fast den ganzen Tag unterwegs sein und erst am späten Nachmittag wieder eintreffen.
Jonas bekam mit, dass sich auch Helena krank gemeldet hatte, wegen Menstruationsbeschwerden. Das erfuhr er aber nur hinter vorgehaltener Hand. „Vielleicht seht Ihr Euch ja beim Essen“ witzelte der Lehrer, der noch einmal nach Jonas sah, bevor er in den Bus stieg.
Jonas versuchte, noch ein wenig zu schlafen; die Nacht hatte ihn geschlaucht. Ab den Morgenstunden mußte er gar nicht mehr so oft auf Toilette, aber es war ihm ganz recht, nicht mitfahren zu müssen. Es haßte es, im Bus zu sitzen. Er holte lieber seinen Skizzenblock hervor und fing an zu zeichnen. Dann meldete sich der Wunsch nach Nikotin.
Er nahm Zigaretten und Feuerzeug und ging durch die Lobby nach draußen. Dort kam ihm Helena entgegen. Sie hatte offensichtlich auch eine geraucht, sie sagten knapp „Hallo“ zueinander. Sie bewegte sich schnell wieder Richtung Zimmer. Jonas konnte sehen, dass ihr mit etwas Abstand einer der Kellner folgte. Er hatte gestern Abend die Speisen serviert. Jonas konnte sich nicht an den Namen erinnern.
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