Acedia und Invidia

„Sieben“

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Acedia und Invidia

Acedia und Invidia

Svenja Ansbach

Sie blieb noch auf allen vieren, denn sie verstand sofort. Das war sein Fetisch. Er bat sie oft darum. Er wartete darauf, dass sein Sperma begann, aus ihrer Fotze zu fließen, und betrachtete dann das herabstürzende Mösensaft-Spermagemisch mit kindlicher Begeisterung. Immerhin hatte sie ihm inzwischen abgewöhnt, ein Taschentuch unterzuhalten.
Als sie schweratmend schweigend eine Weile nebeneinander gelegen hatten, fragte Sabine: „An was denkst du?“
„Ach nichts, ich träume einfach so vor mich hin.“

Eine Lüge, eine von vielen Lügen, die sich in seinem Leben eingeschlichen hatten.
In sein träges Leben ohne Ambitionen. Das war das, worüber er nachdachte – seine Trägheit. Keine Ambitionen im Beruf, keine Ambitionen im privaten Bereich. Irgendwie verstörte es ihn, dass er voraussichtlich den Rest seines Lebens in keiner anderen Frau stecken würde, dass er Sonntag für Sonntag sein Sperma in immer und immer dieselbe Möse absondern würde. In der Woche dann noch ein-, zweimal schnell „die Gurke hobeln“, beim Anblick irgendwelcher Flittchen im Netz – das war’s mit dem Sexleben! Dabei war er gar nicht mal besonders triebhaft. In seinem Innersten trieben ihn ganz andere Sachen um, ganz andere Sachen …
Den flüchtigen Gedanken an Trennung hatte er natürlich bereits mehrfach gehabt und wieder verworfen. Auch dafür war er eben zu träge. Was das alles für Umstände gebracht hätte!

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Ab und an musste Sven an Jenni denken, die Frau seines fünf Jahre jüngeren Bruders Marc. Manchmal stellte er sich vor, wie sie wohl nackt aussah. Wenn sie im Sommer knappe Shirts trägt, zeichnen sich deutlich mittelgroße spitze Titten ab. Sie sind der komplette Gegenentwurf zu den massiven Brüsten von Sabine. Dabei spürt er gar kein großes Verlangen danach, Jenni oder eine andere Frau zu vögeln; es war vorrangig nichts Sexuelles.

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