Magda erschrak, als sie den blau-violetten Popo betrachtete. Überall kreuzten sich böse Striemen, die sich flammendrot von ihrer Haut abhoben. Hedwig machte ihrer Freundin ein Sitzbad, in das sie entzündungshemmende Zusätze träufelte. Magda würde in der ersten Woche des neuen Schuljahrs ein Kissen brauchen! Sie unterrichtete nun auch in Musik, da sie dieses Fachgebiet an der Universität neben der Sportlehre belegt hatte. Hedwig hatte schon bei der Direktorin vorgefühlt, was eine Festanstellung anbelangte.
Frau Dr. Streich schätzte das Fräulein Schreiber, was sie Hedwig lächelnd mitteilte, Magda durfte damit rechnen, fest eingestellt zu werden. Es fehlte nur noch die Zustimmung des Regierungspräsidiums, was aber eine reine Formsache sein sollte. Hedwig freute sich sehr, konnte sie doch nun Tag und Nacht mit ihrem Mädchen verbringen. Doch nun galt es, Magdas armen Hintern zu heilen. Hedwig hatte den Zuber vorbereitet, in den sich Magda nun setzen sollte. Das stramme Hinterteil passte gut hinein, da Hedwig die größte Waschschüssel in ganz Ruteberg aufgetan hatte. Magda konnte ganz kommod über den Bottich hocken, um dann vorsichtig den Popo einzutauchen.
Das lauwarme Wasser tat wohl, zauberte ein entspanntes Lächeln auf ihr Gesicht. Ihre Augen glänzten, als ihr Unterleib ins Wasser sank. Hedwig hielt einen weichen Schwamm in der Hand, mit dem sie Magdas Schwielen abtupfte. Ihr kam Inge Kraft in den Sinn. Bei diesem Mädchen hatte sie immer den Eindruck, dass sie dem eigenen Geschlecht zugetan sein könnte. Hedwig wusste, dass sich die älteren Mädchen auf dem Schlossinternat gerne streichelten. Vor allem, wenn eins von ihnen den Po vollgekriegt hatte. Magda und die meisten der anderen Lehrerinnen hatten nichts dagegen, was eine Besonderheit war. In den späten Fünfzigerjahren war es noch immer verpönt, wenn Frauen einander liebten.
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