Ayse gab zu bedenken, dass sie erst wieder im nächsten Monat ausgehen dürften. „Wir waren doch letzte Woche im Kino und du weißt, wie genau Connie und Peter mit allem sind! Wenn sie es rauskriegen, bekommen wir mächtig Ärger!“ Nickie grinste. „Na ja, die beiden sind doch am Wochenende bei Peters Eltern. Das haben sie uns doch selbst erzählt! Ich glaube kaum, dass sie was von unserem Ausflug bemerken, wenn wir vorsichtig sind. Komm schon, Ayse, lass es uns doch einfach riskieren!“ Ayse wollte selbst gerne in diesen Club, zumal auch Sarinas Bruder kommen sollte. Ayse freute sich auf Sascha, den sie seit jener Nacht nicht mehr gesehen hatte. So beschlossen die Mädchen, am Wochenende ins Berliner Nachtleben zu tauchen. Am Samstagvormittag verabschiedeten sich Connie und Peter von den Mädchen. „Lernt fleißig, damit ihr eure Noten weiter verbessern könnt. Wir sind stolz auf euch, wenn ihr so weitermacht! Wir sind am Sonntagabend zurück. Macht uns keine Schande, ihr zwei!“ Connie sagte dies in einem heiteren Tonfall, der dennoch für ein Kribbeln sorgte. Ayse bemerkte ein seltsam bekanntes Jucken, das ihr sehr peinlich war. Nickie strich sich gedankenverloren über den Jeanshosenboden, als Peter ihr zuzwinkerte. Das unterschwellige Gefühl verschwand jedoch rasch, als die Vermieter sich verabschiedeten. Am späten Abend zogen die Mädchen ihre neuen Outfits an, die sie sich extra für diesen Abend geleistet hatten. Ayse trug einen äußerst kurzen Minirock, unter den sie eine Netzstrumpfhose gezogen hatte. Schwarze Heels machten sie einen Kopf größer, so dass sie nun Nickie ebenbürtig in die Augen blicken konnte. Nickies lange Beine steckten in engen Jeans, zu der sie eine rote Satinbluse wählte. Die Mädchen wirkten sehr sexy, jedes auf seine eigene Weise. Im Club war die Hölle los. Die Menge tanzte zu den pochenden Bässen, die aus den fetten Lautsprecherboxen dröhnten.
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