Sie dufteten nach kostbaren Ölen und ihre Bewegungen waren so fließend und geschmeidig, dass man ihnen die aufwendige Ausbildung sofort ansah. Wie mein Gastgeber mir berichtete, gab es sogar einen hauseigenen Arzt, der ständig über die Gesundheit dieser Damen wachte, ...und über eine Unzahl vorbeugender Öle verfügte. Das waren keine gewöhnlichen Huren, sondern Göttinnen der fleischlichen Lust...
Nein, dieses Haus war wahrlich nicht für einfache Seeleute geschaffen worden. Es stand in dem Ruf, dass hier selbst Könige zu Gast waren.
„Wähle, ...edler Kalapos. Heute bist du mein Gast. Es verpflichtet dich zu nichts“, grinste mein „Gönner“ berechnend...
Die Wahl fiel wirklich nicht leicht. Da gab es eine große Schwarze. Sie war schlank wie eine Weide, mit einem roten Mund, der dich verschlingen konnte.
Auch eine Schneeweiße war unter den Schönen. Ihre Glieder waren nicht minder zart. Sie hatte hellrotes Haar, wie es einzig die Natur hervorbringt. Kein Henna konnte diesen bezaubernden Ton nachempfinden. Ihre Augen blinkten wie wassergrüne Edelsteine. Ihre langen Gliedmaßen waren leicht gesprenkelt. Die süßen Knospen ihrer vollen Brüste, waren so durchscheinend rosig, dass man das Blut darin pulsieren sah.
Und erst die Aschbraune. Sie war von muskulös geschmeidigem Bau. Rund und üppig, doch kein bisschen Fett, wo es nicht hingehörte. Ihr Haar war blauschwarz, genau wie die Augen. Im wölbenden Nasenflügel glänzte ein Edelstein. Ein leuchtender Rubin füllte auch ihren vollen Bauchnabel.
Und nicht zuletzt waren da noch ein paar Zwillinge, welche die Zwanzig gewiss noch nicht überschritten hatten. Fast nackt, trugen sie einzig feine Edelmetalle auf der geölten, goldbraunen Haut. Spitze Brüstchen stachen durch das dünne Kettengeschmeide. Zwischen den langen Beinen trugen sie nur ein silbernes Feigenblatt. Es war gerahmt von krausen Löckchen.
Lächelnd zeigten sie schneeweiße Zähne.
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