Affäre Liebesnacht

Tinas Geschichte

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Affäre Liebesnacht

Affäre Liebesnacht

Stayhungry

Recht hatte er, brauchte ich aber nicht!

Verschwitzt kam ich zur Tür herein, legte Brötchen und Zeitung auf den Tisch. K. hatte das Frühstück schon vorbereitet, roch ordentlich geduscht und hatte die noch fehlende Zeitung durch das Frühstücksfernsehen ersetzt. Er war sichtlich erfreut, mich zu sehen und hatte wohl ein wenig ungeduldig meine Wiederkehr erwartet. Meinem kurzen Zungenkuss ließ ich einen zärtlichen Biss in seinen Hals folgen und verschwand in die Dusche. K. zögerte, ob er mir folgen sollte. Mein frischer Schweiß hatte sicherlich verführerisch gerochen. Aber er konnte dem Liebesspiel unter Dusche wohl nicht viel abgewinnen, der Stand war dort ja auch zu unsicher. Und so ein Draufgänger war mein neuer Liebhaber ja nun doch nicht! Auch recht!

Nach kurzer Zeit kehrte ich mit nassen Haaren zurück, ein Badetuch umgeschlungen. Ich lächelte ihn etwas lasziv an und fragte mit tiefer Stimme: Wie war Deine Nacht? Ohne wirklich eine Antwort zu erwarten, setzte ich mich und biss herzhaft in mein Schoko-Croissant. Er grinste, nicht mehr ganz so verschlafen wie vorher: Ich hatte eine wunderschöne Nacht! Ich hoffe, du auch? Ich mümmelte mit reichlich vollem Mund nur schwer verständlich: Ja, ich auch! K. zog die Augenbrauen hoch und und bekannte bewundernd: Deiner Figur sieht man die Begeisterung für ein reichliches Frühstück nicht an, aber das liegt sicher an deiner Lust auf morgendliche Marathonläufe. Ich nickte heftig, schluckte runter und fragte: Bist jetzt auch auf den Geschmack gekommen? Mit gespielt verdrießlichem Gesicht verkniff er sich eine Antwort und blickte in seinen Kaffee – und verstohlen auf meine Brüste, von denen das Badetuch gerade rutschte. Er war also am Morgen danach immer noch interessiert. Und das, muss ich bekennen, bedeutete mir ausnahmsweise mehr als üblich.

Wir verließen das Haus zusammen, und ich schmunzelte, als er an seinem Auto vorbei mit mir in den Park in Richtung Arbeit spazierte. Wir sind gestern zusammen gegangen. Stört es dich, wenn wir heute zusammen ins Büro kommen? fragte er. Stört es dich? fragte ich spöttisch zurück. Diese Art von Gegenfragen sollte er von nun an noch öfter hören.

Die Affäre hatte begonnen.

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