Den Morgen füllte ein Hauch von Katerstimmung, denn ich ging schon etwas gestelzt, strich das Jogging, setzte mich behutsam und verbat mir jeden Spott. Ich trug ein ärmelloses Rollkragen-Shirt, um den Bluterguss seines doch zu heftigen Bisses zu verdecken. Mit echtem Schuldgefühl versprach K., sich nicht mehr so gehen zu lassen, doch ich erwiderte, ich wolle in meinem Elend nicht auch noch mit Liebesentzug bedroht werden. So galt es künftig einfach, die Balance zwischen Ekstase und Behutsamkeit zu finden, nicht aber diese Variante der Intimität aufzugeben. Es sollte nicht die einzige Grenze sein, die wir überschritten.
Huschte ich noch schnell ins Bad, um meine Blase zu leeren, so schloss ich selten die Tür und derart verlockt, folgte er mir bald, um Genaueres zu sehen. Ich entsprach seinem Interesse und gewährte mit weit geöffneten Schenkeln die erhofften Einblicke, und fasziniert von dieser ganz eigenen Ästhetik, konnte er nicht genug davon bekommen. Als er mit steter Wiederholung gewissermaßen in mich kroch, entsprach ich seinem geheimen Wunsch, hob mein Becken und überströmte ihn. Mit diesem warmen Schauer schoss ihm das Blut in ungeahnte Wallung. Sein Gesichtsausdruck verriet, er empfand Lust und Schrecken über sich selbst. Er hatte die Augen geschlossen und was seine Lippen benetzte, trank er nicht, irritiert angesichts nicht erwarteter Schärfe. Tief befriedigt, aber auch voller Scham über seine perversen Gelüste, hielt er seinen Blick gesenkt. Jetzt musste ich ihn echt trösten, nahm ihn, nass wie er war, in den Arm und hielt ihn einfach. Dann berührte ich sein Glied, umfing es, erhob mich und stellte mich vor das Waschbecken. Ich bedeutete ihm, mich von hinten zu nehmen. Gierig war er und auch mich erregte es, mein Pipi zu riechen an seinem Mund, seinen Armen, die mich umfingen, und zu schmecken in seinem Kuss. Während des Aktes sahen wir uns im Spiegel in die Augen und ich war nicht im Geringsten angewidert von seiner verbotenen Lust. Nach langem, langsam heftiger werdenden Stoßen, die mir einen Höhepunkt in mehreren Wellen schenkten, kam er in mir. Ich umarmte ihn lange und innig, erschöpft, besudelt, doch befriedigt, ganz und gar eins mit ihm. Dann duschten wir das erste und einzige Mal zusammen.
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