Die afrikanischen Schwestern

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Die afrikanischen Schwestern

Die afrikanischen Schwestern

Yupag Chinasky

Er lag auf einer weichen, wackelnden Fleischmasse, wurde aber sicher festgehalten und so ritten sie im Galopp über die Prärie und erreichten schon bald ihr Ziel. Er, atemlos keuchend und puterrot, Mona zitternd und bebend. Ihre Finger krallten sich noch fester in seinen Rücken, ihre Beine stampften auf die Matratze und ihr Mund, jetzt befreit von störenden Dingen, stieß noch lauter, noch schneller, noch unartikulierter kleine Schreie aus. Wenn das kein echter Orgasmus war, dachte er, nachdem er sich schließlich wieder von ihr gelöst hatte, von ihrem Körper gerollt war und sich neben sie hingestreckt hatte, dann war sie auf jeden Fall eine sehr gute Schauspielerin. Sie blieb, im Gegensatz zu ihrer schnellen Schwester, noch eine ganze Weile im Bett liegen, drückte sich wieder an ihn, gab ihm viele kleine Küsse und massierte ganz sanft seinen erschlafften Schwanz, als wolle sie ihn zu neuer Größe erwecken und das Spiel noch einmal beginnen.

Aber er konnte nicht mehr. Für ihn galt: „rien ne va plus“. Er hätte auch nicht mehr gekonnt, wenn Nancy ihn dazu aufgefordert hätte. Denn sie war da, sie war im Schlafzimmer, sie lehnte sich gegen den Türrahmen und sah zu den beiden hin. Vermutlich war sie schon eine ganze Weile dort gestanden und hatte sie beim Sex beobachtet. Sie musste eingetreten sein, als er mit Mona voll in Aktion und deswegen blind wie ein Auerhahn war, denn am Anfang war sie nicht im Zimmer gewesen, da war er sich ganz sicher. Sie lächelte ihm zu und hob den Daumen zum Zeichen, dass er seine Sache gut gemacht habe. Dann sagte sie etwas zu ihrer Schwester, das ebenfalls positiv klang, denn beide lachten. Aber zu seiner Erleichterung machte Nancy keine Anstalten, sich auszuziehen und sich zu ihnen zu gesellen, stattdessen sagte sie, sie sollten sich endlich beeilen, das Essen sei längst fertig.

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