Agnes' Haus

Tinas Geschichte - Teil 22

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Agnes' Haus

Agnes' Haus

Stayhungry


Wir begaben uns durch die Glastür in den hinter ihrem Büro gelegenen Raum, in den aus einem Lichthof gedämpftes Tageslicht drang, unterstützt durch eine kompliziert angeordnete indirekte Beleuchtung. Die Ausstattung ließ mein Herz bis zum Hals schlagen. Sie forderte mich auf, die mitgebrachten Dinge, die mir wichtig wären, zu verwenden. Ich legte mich auf das geräumige Sofa und führte meine Liebeskugeln aus Edelstahl ein sowie die länglich geformte Entsprechung zur analen Stimulation. Ich tat dies auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin langsam und lasziv, als wollte ich einen geliebten Menschen erregen. Sie beobachtete mich interessiert und ihr aufmunterndes Lächeln ließ auf eine gewisse freudige Anteilnahme schließen. Dann band sie mich an das Andreaskreuz, spannte die Gurte, bis ich zufrieden war. Ihre Hände wanderten zart über meine Haut, meinen Rücken, meinen Nacken, meine Schultern, meine Nippel, meine Hüften, meinen Po, meinen Anus, meine Schamlippen, meine Klitoris. Ein Schauder jagte den nächsten. Sie spielte zwischen meinen Beinen mit den Rückholkettchen, begann fast unmerklich zu massieren. Ich konnte mich nicht bewegen, stand gestreckt an die Balken gespannt auf meinen Stilettos. Mein Atem wurde schwerer, stoßweise presste ich in meiner Lust, warf meinen Kopf zwischen den Balken vor und zurück und schrie meinen Höhepunkt hinaus. Sie drückte sich an mich, biss mich sanft in den Nacken, hielt mich, bis die Welle in mir abgeebbt war.

Dann griff sie zu dem von mir gewählten Gürtel und bekämpfte den Schmerz mit dem Schmerz.

*

Die Massage mit den üblichen Wellnessingredienzien linderte das Brennen meiner Haut. Die junge Dame, die diesen Dienst versah, versicherte mir ruhig, dass Madame ein feines Gespür für die richtige
Dosierung habe und dass mein Rücken keine bleibenden Spuren tragen würde. Spätestens in einer Woche könnte ich wieder rückenfrei tragen. Auf weichen Knien ging ich zum Taxi. Die neugierig-feindseligen Blicke der muffigen Fahrerin ignorierte ich. Wahrscheinlich hielt sie mich für eine Dame des Gewerbes, die einen Hausbesuch ansteuerte. Das aber war mir egal. Ich war zufrieden wie lange nicht mehr.

Ich wollte wieder kommen – in jeder Hinsicht.

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