Männer aller Altersklassen, unabhängig von Beruf und Bildung, arm oder reich, egal welche mehr oder weniger gehobene Position sie sonst bekleideten, keiner war sich zu schade, um sich hier die Hände schmutzig zu machen.
Frauen verteilten heiße Getränke oder irgendwo liebevoll hergerichtete belegte Brote, eine alte Frau hatte einen alten Kessel reaktiviert und eine kräftige Suppe für die Helfer gekocht.
Selbst Kinder versuchten Holz beiseite zu räumen oder schoben mit Schabern die letzten Pfützen aus den Häusern, aus denen sich das Wasser bereits zurückgezogen hatte.
Suchhunde suchten mit ihren Hundeführen unermüdlich nach Opfern oder Verschütteten, immer in der Hoffnung, noch Lebende unter den Trümmern zu finden und zu retten.
Mikrofone wurden in Hohlräume gesteckt, um vielleicht irgendwo ein leises Rufen oder ein zaghaftes Klopfen zu hören. Minikameras wurden eingesetzt, in der Hoffnung, so auf den Bildern menschliche Körper zu entdecken.
Für heute sollte es gut sein. Ein letztes Mal klapperte ich meine Trupps ab und erkundigte mich nach dem Sachstand.
Fragte, ob noch Dinge benötigt würden, die es zu organisieren galt oder ob die Maschinenführer noch genug Diesel für die Nacht hatten.
Nachdenklich ging ich durch die Straße. Ich wollte mehr tun als organisieren, einteilen und kontrollieren. Aber ich hatte gerade keine Idee, wo ich damit anfangen sollte. Ich kam zu dem Entschluss, dass ich als Schnittstelle zwischen den Hilfskräften und der Organisation schon ganz gut aufgehoben war. Gerade die Koordination, das Zusammenspiel der Kräfte, ist bei solchen Einsätzen das A und O.
Überall funzelten Taschenlampen und Suchscheinwerfer helle Strahlen in die Nacht. Jeder, der einen eigenen Generator hatte, jede Baufirma, jeder Elektroinstallateur, versuchte mit Baulampen und Scheinwerfern die gespenstische Umgebung aufzuhellen.
Für einen kurzen Moment konnte ich nichts tun.
Subjektive Meinung
schreibt Thunders
Ahrweiler
schreibt franzl