Aber als ich mich als ein Freund von Imke vorstellte, entspannte sie sich wieder.Susanne war ein kleines Pummelchen. Ich schätzte sie auf gedrungene 110Kg bei einer Größe von 1,60m. An ihr war nichts Festes mehr. Ihr Busen hatte sich gemütlich der Schwerkraft folgend auf ihre Speckrollen vom Bauch gelegt und ihr Hintern schwabbelte in einer zu großen Jogginghose beim Gehen hin und her.
Imke und Susanne hatten sich kennengelernt, als sie ihre Kinder in den Kindergarten brachten. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass es jemanden gäbe, der diese Frau freiwillig vögeln würde. Mir jedenfalls wäre eher das Sperma geronnen, als dass ich es in diesen unschönen Körper gepumpt hätte.
Sie machte einen Kaffee und hörte sich an, was ich ihr über ihre Freundin zu berichten hatte. Sie wusste bislang nicht, dass Imke schlagartig Mann und Kind verloren hatte. Selbstverständlich stellte es für sie kein Problem da, ein Gästezimmer zur Verfügung zu stellen und Imkes Pflege zu übernehmen.
Mir war das genug Information und es gab keinen weiteren Grund, länger als nötig in dieser Behausung zu bleiben.
Susanne wollte noch wissen, wo sie Imke finden konnte, dann verschwand ich.
Kapitel 5
Die letzte Woche unseres Einsatzes war angebrochen. Ich suchte förmlich nach Arbeit, übernahm freiwillig Doppelschichten, nur um nicht zu Imke ins Krankenhaus fahren zu können. Einerseits half es mir wieder Distanz zu ihr aufzubauen, aber andererseits machte es mich traurig.
In meiner Brust schlugen zwei Herzen. Eines hätte vermutlich genau wie sie entschieden und wäre hiergeblieben. Hätte einen Neuanfang gewagt, auch wenn das bedeutete, ganz von vorne anzufangen.
Das andere mochte sie sehr. Sie war in unserer gemeinsamen Zeit so etwas wie eine Seelenverwandte. Ich erwähnte ja schon, wie eng wir verbunden waren. Und ich hätte sie sehr gern wieder um mich gehabt. Nur zu gern wäre ich derjenige gewesen, der sie aufgefangen und beim Neuanfang unterstützt hätte.
Ahrweiler
schreibt franzl