Ahrweiler - Teil IV

oder: nach einem Ende, folgt immer ein neuer Anfang

116 26-40 Minuten 0 Kommentare
Ahrweiler - Teil IV

Ahrweiler - Teil IV

Gero Hard

Wir machten aus diesem Tag ein Erlebnis für sie. Das Essen war lecker und reichlich, das Bier herb und süffig und die gegenseitigen Gefühle für uns immer stärker.

Auf der Heimfahrt hielt sie die ganze Zeit meine rechte Hand und spielte mit meinen Fingern. Sie sah aus dem Seitenfenster als wir über die Köhlbrandbrücke fuhren und die Lichter Hamburgs weit unter uns lagen. Überdeutlich leuchtete das Logo vom Musicaltheater ‚König der Löwen‘.

Im Spiegelbild der Scheibe sah ich, dass sie weinte: „Maus, was ist mit dir? Warum weinst du?“, fragte ich sie besorgt.

Sie drehte sich zu mir und flüsterte: „Flo, das war der schönste Tag seit bestimmt sechs Jahren. Du hast alles richtig gemacht und es geht mir prima. Ich weine, weil ich so glücklich bin! Wie schön wäre es erst gewesen, wenn mein kleiner Lennart das gemeinsam mit uns hätte erleben dürfen.“

„Schön, dass es dir gefallen hat. Und Lennart hätte es bestimmt auch ganz prima gefallen. Für ihn wäre auch das Miniaturwunderland sehr schön gewesen. Diese riesige Eisenbahnanlage in der Speicherstadt.“

„Die würde ich mir auch gern mal ansehen. Können wir das irgendwann machen?“

„Na klar, immer gern!“

„Flo, darf ich dir was sagen, ohne, dass du gleich ausflippst?“

„Oh, oh, das klingt gar nicht gut.“

„Oh ne, sorry. Ganz im Gegenteil. Ich möchte dir sagen, dass du dich sehr zu deinem Vorteil verändert hast. Du bist lange nicht mehr so egoistisch wie früher…!“

„Danke für die Blumen.“, fiel ich ihr ins Wort.

„Ich war noch nicht fertig, Flo!“. Ihr Blick war strafend und ich erntete einen kleinen Boxhieb auf dem Oberarm.

„Wenn du nicht aufhörst mich so zu verwöhnen, mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen, mich so liebevoll anzusehen, mich so schön zu küssen, mich in den Arm zu nehmen und mich zu unterstützen, dann …, dann werde ich mich wieder in dich verlieben müssen.“

„Wäre das so schlimm für dich, Imke?“

„Weiß nicht, sag du’s mir.“

„Ich fände es gar nicht schlimm, Maus. Um ehrlich zu sein, fände ich es sogar sehr schön! Und nebenbei, mir geht es ähnlich. Ich würde dich am liebsten immer um mich haben.“

„Meinst du das ernst?“

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 4412

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben