„Meine Prinzessin,“, tippte ich auf das große braune Herz vor ihrer Brust, „wir sollten vernünftig bleiben. Ich würde auch gern mit dir in einem Bett liegen. Aber mir würde kuscheln vorerst reichen. Ich hätte Angst, dass zwischen uns etwas kaputt gehen könnte, was noch nicht richtig angefangen hat. Dafür bist du mir zu wichtig.“
„Du meinst, du könntest mit mir in einem Bett liegen, ohne mit mir Sex haben zu wollen?“
„Wollen würde ich schon gern, aber es müsste nicht unbedingt sein.“
„Das werden wir ausprobieren. Stelle ich mir schön vor, in deinem Arm eingekuschelt einzuschlafen.“
„Kennst du das denn nicht?“. Für mich unvorstellbar. Zärtlichkeit und Nähe waren mir fast wichtiger, als Sex zu haben.
„Nein, als ich Markus kennenlernte, musste ich es jeden Abend mit ihm machen. Ohne, dass er abgespritzt hatte, konnte er nicht einschlafen. Ihm einen runterholen war nicht genug. Und nach der … du weißt schon, hat er mich nur noch betrunken gevögelt und angefasst gar nicht mehr.“
„Au weia, da ist dir was Schönes entgangen. Dein Buch des Lebens meinte es nicht gut mit dir.“
„Du musst mir etwas Zeit lassen, dann erzähle ich es dir mal. Ich bin noch nicht ganz so weit, verstehst du das?“
„Natürlich verstehe ich das, mein Schatz! Rufst du mich morgen an?“, fragte ich sie. Ihre Augen waren aufgerissen und ihr Mund stand offen. Zwischen ihren Augen hatte sich ihre Stirn in Falten gelegt.
„Was ist?“, hakte ich nach.
„Hast du mich gerade ‚Schatz‘ genannt?“
„Keine Ahnung, ist mir wohl so rausgerutscht.“, log ich und grinste sie frech an.
„Nix da, rausgerutscht! Du hast es gesagt. Laut und deutlich. Ich hab‘s genau gehört und es klang … ehrlich. Das hast du früher nie gesagt. Es … es klingt schön. Markus hat das nie…!“
„Jetzt aber ab ins Bett mit dir. Kleine Mädchen wie du, sollten längst drin liegen, Liebling.“
„Hör auf damit! Liebling ist mein Kosename für dich.
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