Wir lachten viel und redeten über Gott und die Welt. Ich war überrascht, wieviel ihr aus unserer gemeinsamen Zeit im Gedächtnis geblieben war. Ich konnte nicht zählen, wie oft ein Satz mit den Worten: „Weißt du noch…?“, begann. Am Anfang saßen wir uns noch gegenüber, später dann dicht nebeneinander. Ihr linkes Bein hatte sie auf einem Stuhl abgelegt, wodurch der Saum ihres Kleides nach oben gerutscht war. Fast zeitgleich sahen wir nach unten auf ihren Schoß.
„Es ist das weiße Spitzenset. Es sitzt fantastisch. Man spürt es fast gar nicht. Ich liebe es.“, flüsterte sie mir ins Ohr.
Überhaupt lag ihr Kopf immer öfter auf meiner Schulter und im Laufe des Abends waren Kosewörter wie: Liebling, Schatz, Hase, Prinzessin, Goldstück, Sonnenschein und ähnliches selbstverständlich geworden.
Sie machte keine Anstalten, den Rocksaum wieder züchtig nach unten zu ziehen. Es war offensichtlich, dass sie mich herausfordern wollte. Aber ich hatte beschlossen, sie etwas zappeln zu lassen. Zu einfach wollte ich es ihr auch nicht machen, obwohl meine Festung längst sturmreif geschossen war. Vermutlich hätte es keinen passenderen Moment gegeben, ihr meine Liebe zu gestehen. Aber komischerweise fand ich es noch zu früh. Also kniff ich den Schwanz ein und hielt meinen Mund.
Imke war da völlig anders. Sie konnte oder wollte ihre Gefühle für mich nicht verbergen. Es sah süß aus, wenn sie rot wurde, bloß, weil ich sie zu lange ansah oder wenn sie eine Gänsehaut bekam, weil wir uns innig küssten. Sie war mindestens so verliebt in mich, wie ich in sie, dass sah ein Blinder mit Krückstock.
Es war spät geworden und der Rotwein zeigte Wirkung bei Imke. Im Auto fiel sie müde und angetrunken zur Seite. Dabei hatte sie ihre Hand genau auf meine Mitte gelegt und dann ihren Kopf darauf deponiert.
Ich wusste nicht, ob es im Halbschlaf passierte, aber sie knetete kurz meine anschwellende Pracht. Dieses Biest!
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.