Ahrweiler - Teil IX

Nicht alles endet irgendwann!

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Ahrweiler - Teil IX

Ahrweiler - Teil IX

Gero Hard

Hätte sie mir dann trotzdem von der Schwangerschaft erzählt? Es brachte nichts, darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn.

In Gedanken plante ich schon die Einrichtung des Kinderzimmers. Überlegte, welche Spielzeuge angeschafft werden mussten, wie man den Pool kindersicher machen konnte, wo man Schaukel, Rutsche und Sandkasten montieren konnte und wie wir unsere gemeinsame Zukunft organisieren könnten.

Und noch etwas ging mir schlafartig durch den Kopf! Unsere Hochzeit! Ob sie mich überhaupt heiraten wollte? Oder doch lieber ohne Trauschein mit mir unser Kind großziehen wollte? Und wenn doch heiraten, lieber eine große, pompöse Feier, mit allem Schickimicki? Oder lieber in kleiner, geselliger Runde, überschaubar und spartanisch-bescheiden?

Imke erwischte mich beim Grübeln. „Woran denkst du?“, riss sie mich aus meiner Gedankenwelt.

„An unsere Zukunft, mein Engel! Es ist noch so viel zu bedenken und die paar Monate bis zur Geburt werden so schnell vorbei gehen.“

„Hast du Angst davor mich mit unserem Kind teilen zu müssen?“

„Das nicht direkt, aber unterschwellig vielleicht doch. Aber was ist mit uns? Heirat ja oder nein? Wie organisieren wir uns? Kinderzimmer, Pool und was weiß ich noch alles.“

„Oh mein Gott, Flo, das ist noch so lange hin. Wir schaffen das! Gemeinsam. Ich hatte solche Angst davor es dir zu sagen. Markus hat mir damals … na ja, jedenfalls hat er mich blutend liegenlassen und war zwei Tage verschwunden.“

„Süße, du und deine Traumata, daran müssen wir arbeiten. Vielleicht wären ein paar Sitzungen beim Psychologen ganz angebracht.“ 

„Flo, es reicht mir schon, wenn du mir Sicherheit gibst. Du machst das super bisher. Gib mir einfach ein bisschen Zeit, ok? Und noch was wäre mir wichtig: Können wir morgen nach Ahrweiler fahren? Ich möchte Lennart von seinem Geschwisterchen erzählen.“

„Natürlich können wir! Von mir aus können wir auch heute noch fahren und wir übernachten dann dort.

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