Ahrweiler - Teil IX

Nicht alles endet irgendwann!

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Ahrweiler - Teil IX

Ahrweiler - Teil IX

Gero Hard

Logisch, dass es in ihr nachwirkte, dass tat es bei mir auch.

Wir küssten uns lange und trennten uns nur ungern. Aber letztendlich half es ja nichts, sie musste morgen wieder zur Therapie und ich in mein Büro.

Der Heimweg war anstrengend. Immerhin hatte ich schon über 400 km abgerissen und mich ausgiebig körperlich betätigt. Ich wurde müde und ertappte mich bei einem Sekundenschlaf. ‚Verdammt, halte noch 20 Kilometer durch.‘, puschte ich mich selbst. Nur noch 20 Kilometer, dass musste zu schaffen sein.

Eine Dreiviertelstunde später zog ich mir die Decke über die Brust und schlief fast augenblicklich ein. Ich hörte nicht mehr das Brummen meines Handys, las nicht mehr die wunderschöne, herzergreifende Liebeserklärung meiner Frau, die mir dann den Tagesstart versüßen sollte.

„Mein wunderbarer Florian. Wir, unser Kind und ich, lieben dich. Und wir können uns keinen besseren Mann an unserer Seite vorstellen. Du bist unser Fels in der Brandung, unser rettender Strohhalm. Unserem Kind ein wunderbarer Vater, mir ein liebevoller Partner und ein fantastischer Liebhaber. Du bist MEIN Mann.“

****

„Und, wie findest du’s?“, empfing mich Maja freudestrahlend im Büro.

„Unglaublich schön!“, antwortete ich knapp.

„Ist wieder alles gut zwischen euch?“

„Maja, du bist neugierig.“, lächelte ich sie an.

„Ja, ich weiß, aber ich freue mich doch so für euch.“

„Möchtest du Patentante werden?“

„Das wäre der Knaller, herzlich gerne!“

„Dann soll es so sein. Und nun ab an die Arbeit.“

„Ay, ay Käpt’n!“, tippte sich mit zwei Fingern an die Stirn und verschwand hinter ihren Bildschirmen.

Ich schüttelte lachend den Kopf und ging in mein Büro. Mein Tagesplan für den Montag war voll, hatte aber nichts mit der Arbeit in der Agentur zu tun.

Als Erstes antwortete ich auf Imkes Nachricht und bedankte mich für ihre rührenden lieben Zeilen. Ich musste sogar eine kleine Träne unterdrücken als ich ihre sagte, wie sehr ich sie liebte und wie sehr ich sie hier vermisste.

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