Ahrweiler - Teil IX

Nicht alles endet irgendwann!

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Ahrweiler - Teil IX

Ahrweiler - Teil IX

Gero Hard

„Böse? Spinnst du? Du ahnst nicht, wie glücklich du mich damit machst! Jetzt können wir hier eine Familie sein, du, 

Lennart, der Floh in meinem Bauch und ich.“, weinte sie weiter an meiner Schulter.

„Du bist mir nicht böse? Na Gott sei Dank, da fällt mir ein Stein vom Herzen!“

„Nein, mein Schatz, ich bin dir ganz sicher nicht böse. Im Gegenteil, das war eine ganz wunderschöne Idee von dir. Ich bin soooo glücklich. Vielen, vielen Dank!“

Ihre Beine drohten nachzugeben. Sie zitterte und ich zog sie noch ein Stück fester an mich.

„Jetzt kannst du jeden Tag hierherkommen, Blumen auf das Grab legen und für ihn da sein. Eine Gärtnerei wird sich um die Gräber kümmern und bepflanzen, wenn die Steine und die Umrandungen gesetzt werden können. Natürlich darfst du bestimmen, wie du es gern gestalten möchtest.“

„Im Sommer kann ich mit dem Rad fahren. Im Winter kann ich dann vielleicht dein Auto nehmen?“

„Wir werden dir ein eigenes kaufen. Ich möchte, dass du mit unserem Kind flexibel sein kannst. Arztbesuche, Kinderturnen- und schwimmen, einkaufen, Kindergarten, Schule, Familienbesuche, da kommt einiges zusammen.“

„Bringst du mich jetzt bitte nach Hause?“

Wortlos legte ich meinen Arm um ihre Schultern und zog sie sanft mit mir. Ihr Kopf lag an meiner Schulter und ihre Hand hatte sie auf meinen Bauch gelegt. Im Gleichschritt schlenderten wir zum Auto zurück.

An diesem Abend hatten wir keinen Sex. Die Emotionen, die an diesem Tag in Imke hochgekommen waren, erstickten jeden Wunsch nach Sex. Wir bestellten uns überbackene Nudeln und kuschelten nackt im Bett, sahen fern, duschten, kuschelten wieder und schliefen irgendwann glücklich in unseren Armen ein.

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Heute ist Sonntag, der 26.September 2021. Ich bin gerade aufgewacht und habe meine absolute Traumfrau im Arm. Sie lächelt selig während sie schläft. Ihre nackte, weiche Haut fühlt sich toll an.

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