Der weiß nicht mal, wie ich ohne Schuhe aussehe.“
„Wow, das stelle ich mir auf Dauer aber anstrengend vor, sich nach außen hin so verbiegen zu müssen. Das tut mir leid. Und was ist nun mit Imke?
„Ich würde gern mit ihr zusammenarbeiten, wenn ich darf. Sie ist so locker und bei ihr fühle ich mich akzeptiert.“
„Na ja, ihr kennt euch aber noch nicht richtig. Und was genau meinst du mit ‚zusammenarbeiten‘? Du machst Grafik und sie soll das Büro machen.“
„Weißt du Flo, mir würde es schon reichen, wenn ich den Schreibtisch neben ihr haben könnte.“
„Und was soll ich den anderen sagen, warum ich Ralf umsetze?“
„Vielleicht kannst du ja sagen, dass ich nebenbei ein bisschen mit in den Papierkram reinschnuppern soll, quasi als Backup für Imke, wenn sie mal nicht da sein sollte.“„Das klingt clever! Maja, ich habe nichts dagegen, wenn du dich mit Imke anfreundest. Das ist, wenn, Imkes Entscheidung ganz alleine. Sie hat hier auch nicht mehr viele, die sie noch kennt. Und sie hatte in Ahrweiler eine ganz schwierige Zeit. Aber das soll sie dir bitte selbst erzählen, wenn sie denn möchte. Am besten ist, du gehst zu ihr und sprichst von Frau zu Frau darüber. Sie ist eine tolle Frau und wird dir sagen, wie sie dazu steht. Es ist eh gleich Mittagspause. Sie wird im Garten am Pool sein. Na los … und nun zisch ab. Ach, Maja? Danke für dein Vertrauen!“
Ich nahm sie in den Arm und sie bedankte sich mit einem verschämten Küsschen auf meine Wange: „Ich danke DIR, dass du zugehört hast. Ich bin froh, dass ich hier bei dir arbeiten darf.“
Dann drehte sie sich um und verschwand mit wehenden Haaren aus meinem Büro, nicht ohne sich vorher die Tränen abzuwischen und sich die Nase zu schnauben.
Ich machte mir keine Sorgen um sie, dieses Mädel würde ihren Weg gehen, dessen war ich mir sicher. Und wenn ich oder Imke ihr dabei helfen konnten, dann würden wir es tun.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.