Ahrweiler - Teil V

oder: nach einem Ende, folgt immer ein neuer Anfang

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Ahrweiler - Teil V

Ahrweiler - Teil V

Gero Hard

Ich ließ ihn mit offenem Mund zurück. Aber als er erfasst hatte, dass er damit neben Silke sitzen würde, hellte sich seine Miene auf und er fing sofort an, seine paar Sachen zu packen. Noch vor Ende der Mittagspause hatte er die Rechner umgebaut und die Schreibtischstühle getauscht.

Natürlich bekam ich mit, dass es unerwartet Getuschel zwischen den Mitarbeitern gab. Das war nun etwas, was ich gar nicht gut leiden konnte, wenn hinter dem Rücken nicht Anwesender über diese geredet wurde. Na klar ging es in diesem Fall um Maja und mehr noch darum, warum ich diese Entscheidung getroffen hatte.

Maja hatte ich nach unserem Gespräch nicht mehr gesehen. Auch die anderen hatten bemerkt, dass sie schon eine ganze Weile weg war. Es war eine gute Gelegenheit, mit den Kollegen zu reden. Gut deshalb, weil Maja gerade nicht im Büro war und ich sie somit schützen konnte. Ich stellte mich in den Türrahmen zu meinem Büro und klatschte kurz in die Hände. Sofort wurde es still und ich war mir der Aufmerksamkeit meiner Mitarbeiter sicher.

„Bevor hier Gerede anfängt. Ich habe Maja neben Imke gesetzt, weil sie sich in den Papierkram mit einarbeiten soll. Sozusagen als Urlaubsvertretung für Imke. Es gibt sonst keinen weiteren Grund dafür. Sie wird weiter hauptsächlich die Grafiken erstellen oder bearbeiten. Ich möchte nicht, dass eure Arbeit unter dieser Arbeitsplatzveränderung leidet, das gilt ganz besonders für euch, Ralf und Silke. Ihr beide könnt natürlich gern weiter nach Feierabend miteinander ins Bett gehen, das ist mir egal. Aber tagsüber seid ihr bitte weiterhin Profis. Ach ja, und Maja weiß von dem allem noch nichts. Also bitte …!“

Die beiden Männer sahen sich gegenseitig an. Uups, hatte ich da die Büchse der Pandora geöffnet? Offenbar war jeder für sich der Meinung, er sei der Einzige, der die Vorzüge von Silkes Körperöffnungen erleben durfte.

Diese vorschnell eingeworfene Information änderte schlagartig die Stimmung im Team. Nur das Radio plärrte im Hintergrund, aber das sonst übliche Stimmengewirr war völlig verstummt.

Fortsetzung folgt …

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