Ahrweiler - Teil VII

Nicht alles endet irgendwann!

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Ahrweiler - Teil VII

Ahrweiler - Teil VII

Gero Hard

Silke freute sich wie ein Schneekönig und unterschrieb den Mietvertrag ohne eine weitere Sekunde darüber nachzudenken.

Die wichtigsten Möbel waren vorhanden, bzw. konnten von den Vormietern übernommen werden. Selbstredend, dass sie ihren PC wieder runterfuhr und sich auf den Weg in ihr ‚altes‘ Haus machte, um ihre Sachen zu packen.

Abends rief sie mich an, dass ihr Noch-Mann mit der Polizei abgeführt werden musste, weil er wieder handgreiflich wurde. Er hatte sie gepackt und geschüttelt, aber eine weitere Tracht Prügel blieb ihr erspart. Ihre Anzeige und ihr Gesicht waren für die Polizei Beweis genug. Er bekam einen Platzverweis für die nächsten 10 Tage ausgesprochen und durfte sich ihr damit nicht näher als 100 m nähern. Dadurch hatte sie alle Zeit der Welt, alles in Ruhe zu verpacken und am Wochenende in die neue Wohnung zu transportieren. Damit war auch die Notunterkunft in meinem Gästezimmer hinfällig geworden, was Imke bestimmt sehr erleichtern würde. Ansonsten verlief der Nachmittag im Atelier normal. Per Mail bekam ich den Zuschlag für drei neue Projekte. Das bedeutete einige Überstunden in nächster Zeit. Im Grunde nichts Neues für mich, schließlich waren die letzten Jahre voll davon. Doch jetzt hatte ich wenigstens einen guten Grund, beruflich die Handbremse leicht anzuziehen. Wie ich auch den Entschluss gefasst hatte, den Job des Gemeindebrandmeisters bei nächster Gelegenheit niederzulegen.

Ich hatte noch nicht ganz die Tür zu meinem Wohnbereich geschlossen, als mein Handy in der Hosentasche brummte.

Ziemlich unpassend wie ich fand. Viel lieber hätte ich mich jetzt aus meinen Klamotten geschält und ein paar Runden im Pool gedreht. Aber ein Blick auf das Display änderte augenblicklich meinen Plan.

„Hallo, meine Prinzessin!“, begrüßte ich sie freudig.

Ich hörte sie weinen. „Ich darf hier nicht weg!“, schluchzte sie in das Telefon.

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