Ahrweiler - Teil VIII

Nicht alles endet irgendwann!

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Ahrweiler - Teil VIII

Ahrweiler - Teil VIII

Gero Hard

Kaum Kundentelefonate, kaum Mails und die Arbeit ging zügig voran. Wahrscheinlich lag es an der brüllenden Hitze, die ganz Deutschland kochen ließ. Die Klimaanlage lief auf Hochtouren und gab alles. Es war eine gute Entscheidung gewesen, die Büroräume in die Kellerräume zu verlegen. Die Hanglage des Grundstücks bot sich förmlich dazu an. Jetzt im Sommer brachte es zusätzliche Kühlung.

Seit Mittwoch war meine Motivation sowieso nicht die Beste. Gegen 15 Uhr verabschiedete ich mich von Maja, Silke und Marko und ging nach oben. Ich warf mich nur in Boxershorts rückwärts aufs Bett und starrte die Zimmerdecke an. Aber auch dort fand ich keine Lösung für meine Situation. Hier rumzuliegen brachte mich auch nicht weiter. Dann konnte ich auch genauso gut meine Zeit am und im Pool verbringen.

Auch jetzt in den späten Nachmittagsstunden kühlte es nicht wirklich ab. Die Sonne kannte keine Gnade und trieb die Menschen in die Häuser. Ich hingegen genoss die Ruhe in meinem schattigen Plätzchen am Pool. Und sollte es mir doch mal zu warm werden, sprang ich einfach ins kühle Nass und drehte ein paar Runden um mich abzukühlen.

Von Imke hörte und las ich nichts. Nachdem Maja ihr totsicher mindestens eine Nachricht geschickt oder sogar mit ihr telefoniert hatte, war ich mir nahezu sicher, dass sie sich bei mir gemeldet hätte. Aber das Telefon schwieg beharrlich.

Es fühlte sich komisch und beunruhigend zugleich an und trotzdem regte es mich merkwürdigerweise nicht sonderlich auf. Entweder sie beschäftigte sich damit, unsere Beziehung zu beenden oder damit, wie wir unseren Streit beilegen konnten. Genau wie ich es tat. Und die Chance, dass es wieder gut werden würde, betrug immerhin 50%.

In etwa so, wie das berühmte Glas Wasser, das halb voll und nicht etwa halb leer ist. Natürlich hätte ich mich ins Auto setzen und sie besuchen können. Aber ich hatte Angst, sie bei etwas zu stören oder zu erwischen, was mir wehtun könnte.

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