Mein Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass ich es ganz genauso gemeint, wie ich es gesagt hatte. Sie war klug genug, das nicht weiter zu diskutieren.
Ich war bereit, alles dafür zu tun, was ihr helfen würde, wieder gesund zu werden. Und auch bei allem anderen, so wie ich es ihr versprochen hatte. Ganz egal, ob sie ihre nackte Möse einem alten Sack gezeigt hatte oder eben nicht, wie sie felsenfest behauptete.
Unsere Hände hatten sich auf der Mittelarmlehne gefunden und verknotet. Die Verliebtheit hatte uns wieder, aber der dunkle Schatten lag noch über uns. Wir wussten beide, dass es keine andere Möglichkeit gab, als darüber zu sprechen
und das taten wir. Im nächsten Ort war ich auf den Parkplatz eines Discounters gefahren. Seitlich an die Rückenlehne angelehnt sahen wir uns an, während wir unsere Sicht auf den vergangenen Mittwoch in aller Ruhe besprachen.
Im Grunde brachte es keine neuen Erkenntnisse. Der Fahrer des Mietwagens war immer noch der alte Fettsack, der nichts mitbekommen und nichts gesehen haben sollte.
Ich musste es ihr glauben, ob ich nun wollte oder nicht. Und ich war mir sicher, dass sie mir immer wieder das Gleiche auftischen würde. Auch die Art und Weise und mit welchem Nachdruck sie das erzählte, konnte nicht alle verbliebenen Zweifel wegwischen. Aber ich hatte keine Wahl. Entweder ich würde die Kröte schlucken oder ich musste es beenden. Letzteres kam für mich nicht in Frage, darüber hatte ich die letzten Tage lange genug nachgedacht.
Ich sagte ihr, dass ich ihr Verhalten nicht gut fand und warum dies ein schlechtes Gefühl in mir hervorgerufen hatte.
Welche dummen Gedanken zum Thema fremdgehen das bei mir im Kopf ausgelöst hatte und dass sie es bitte nie
wieder machen sollte.
„Ganz sicher nicht, mein Schatz, ich bin doch nicht wahnsinnig. Jetzt wo ich weiß, wie sehr es dich verletzt hat, setze ich unsere Liebe bestimmt nicht wieder so leichtfertig aufs Spiel.
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