“, antwortete sie und sah mich verliebt an. Ich zog sie zu mir heran und küsste sie. Das war der erste Kuss nach dem letzten, lustvollen Wochenende.
Und er fühlte sich fast so schön an, wie unser erster nach der Rettung. Nur, dass dieser um einiges inniger und liebevoller war.
„Also verzeihst du mir?“, fragte sie vorsichtig.
„Ich werde noch etwas brauchen, um die Bilder in meinem Kopf zu vergessen, aber ja, ich verzeihe dir.“, antwortete ich leiser, als ich es eigentlich wollte.
„Du glaubst mir nicht, oder?“
„Imke, ich weiß wie laut du bist, wenn du erregt bist. Es fällt mir schwer zu verstehen, warum der Typ nicht mitbekommen haben sollte, was du hinter ihm treibst.“
„Weil ich mir in die Faust gebissen habe, deshalb hat er nichts gehört.“
„Und das soll mich jetzt beruhigen? Ne Schatz, tut es nicht. Aber lass uns das Thema jetzt abhaken. Es ist besprochen und gut. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das mit uns beenden soll. Aber ich will das nicht. Ich will mit dir zusammen sein. Du hast versprochen es nicht wieder zu tun und damit ist es gut. Es sei denn, du brauchst solche Kicks,
dann hat das mit uns keinen Sinn.“
Eigentlich dachte ich, das Gespräch zu diesem Thema wäre schon viel früher beendet gewesen. Aber ihre Feinfühligkeit ließ sie spüren, dass es für mich noch längst nicht abgehakt war. Und nur deshalb bohrte sie nach, forderte mich heraus, zu unserem Beziehungsstatus Stellung zu nehmen. Jetzt war es passiert. Ich hatte unsere Beziehung angezweifelt. Offen, laut und direkt. Hatte ihr unterschwellig vorgeworfen irgendwie abartig, ja vielleicht sogar pervers zu sein. Das wiederum hatte ich nicht offen ausgesprochen. Aber als ich sie nach den Kicks fragte, war klar worauf ich hinauswollte.
Sie antwortete nicht. Sah mich nur mit offenem Mund der Entrüstung an. Aber es hatte ihr die Sprache verschlagen. Darauf konnte oder wollte sie keine Antwort geben.
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