„Schöne Scheiße.“, murmelte mein Vater und schüttete sich das nächste Bier in den Kopf, wonach er wie eine alte Wildsau ohne Anstand laut losrülpste. Meine Mutter sah ihn strafend an, wie eigentlich fast alle im Raum, aber niemand kommentierte diese Abart. Die Bühne wollten wir ihm dann doch nicht auch noch geben.
„Hilfst du mir eben den Braten aus der Röhre zu holen?“, lotste mich Imke in die Küche. Ich sah sie an und brach in schallendes Gelächter aus. Musste mir den Bauch halten, weil er mir vom Lachen schon weh tat.
„Was ist?“, fragte sie mich mit krausgezogener Stirn.
„Ich soll dir den Braten aus der Röhre holen? Erstens sind es zwei und die lass da mal schön noch drinnen, die sind noch nicht durch.“, lachte ich wieder los, dass es mir die Tränen in die Augen trieb.
Erst jetzt bemerkte sie, was sie da eigentlich gesagt hatte und musste, von mir angesteckt, lauthals mitlachen. Dann nahm sie mich in den Arm und flüsterte mir ins Ohr.
„Nein, mein Schatz, die zwei lassen wir hübsch wo sie sind. Allerdings würde ich gern mal wieder mit deinem dicken Stab Fieber messen. Ich glaube, mir ist da ganz warm. Kannst du das heute noch machen, nur um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist?“
Dieser Satz und ihr unmissverständliches Augenzwinkern, dazu das sanfte Reiben ihrer Hüfte an meinem Zepter, machte mich fast augenblicklich hart.
„Oh ja, ich spüre schon, du übernimmst den Job gerne.“, lächelte sie mich süß an.
„Am liebsten würde ich gleich mal vorfühlen. Nicht, dass den Zwergen etwas passiert.“, grinste ich frech.
„Oh ja, dass wäre jetzt genau das Richtige. Aber das Essen und die Gäste …!“
„Hast ja recht.“, gab ich mich etwas enttäuscht.
Enttäuscht war ich nicht, aber richtig geladen. Nicht sauer auf meinen Engel, sondern auf meine Eltern, die unangekündigt hier auftauchten und sich auch noch benahmen, als hätten sie im Ausland jedes anständige Benehmen verloren.
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