Ahrweiler - Teil XI

Narben werden bleiben

55 21-32 Minuten 1 Kommentar
Ahrweiler - Teil XI

Ahrweiler - Teil XI

Gero Hard

Unzweifelhaft ein Orgasmus, der ihr die Sinne raubte und sie wie einen Hund hecheln ließ. Dass sie sich auf dem Wannenrand halten konnte, grenzte für mich an ein Wunder und war Ausdruck unfassbarer Körperbeherrschung.

Und ich? Ich war wieder steinhart, ohne dass mein Pint auch nur von einem Finger berührt wurde. Auch ohne zusätzliche Liebkosungen, hatten sich die Schwellkörper bis zur absoluten Belastungsgrenze aufgebläht. Allerdings war ich zur Untätigkeit verdammt. Zu sehr war sie noch in einer fremden Welt abgetauscht, nicht fähig ein klares Wort zu sprechen. Zitternd saß sie da, sah mich an und weinte vor Glück. Einfach so. Niemand und nichts hatte ihr weh getan, nirgends war sie verletzt. Körperlich war sie ok, aber ihre Gefühlswelt war durcheinander geraten. Aufgewühlt vom Abflug, den sie erlebt hatte, gepuscht von den Hormonen, die eh schon verrückt spielten. Wie wunderschön sie aussah, erregt, aufgewühlt und von den Krämpfen erlöst, anmutig wie eine perfekt gehauene Statue.

Sie rutschte wieder zu mir ins mittlerweile fast kalte Wasser, umarmte mich in einer gefühlsbetonten Weise, wie ich sie nicht so oft erleben durfte, fest und doch gleichzeitig weich, ihre Arme um meinen Nacken geschlagen.

Ihre Augen, so voller Liebe, feucht glänzend von den Tränen, die sie eben noch vergossen hatte

„Halt mich ganz fest!“, flüsterte sie.

Und das tat ich. Wenn es sein müsste, für den Rest meines Lebens. Diese Frau meine Verlobte nennen zu dürfen, war mehr für mich, als nur eine Ehre. Sie, die meinen Kinder das Leben schenken wird. Sie, die mir von Gott ein zweites Mal wie ein Geschenk überlassen wurde. Vielleicht, weil ich sie gerettet hatte. Ja, vielleicht hat er sie mir deshalb wieder anvertraut.

„Komm!“, bestimmte sie, „Lass uns ins Bett gehen. Mir ist kalt und du platzt gleich.“

„Liebling, ich muss nicht mit dir schlafen, weil ich hart bin. Mir reicht, wenn ich dich an mich ziehen kann.“

„Ich will es aber.“

„Dann komm.“, zog ich sie auf die Beine.

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Aus dem Buch des Lebens ...

schreibt ulriketyress@gmail.com

... kannst Du keine Seite rausreissen. Jede Sekunde jedoch beschließen, ein neues Kapitel zu beginnen. Lieber Gero Hard! Sie haben den Mut gehabt, aus diesem, leider heute immer noch, sensiblen Thema, eine Geschichte zu schreiben! Attribute wie Hilfsbereitschaft, Mut und innere Stärke, gemischt mit Vertrauen, Verständnis und Liebe machen diese Geschichte einzigartig! Sie zeigt, dass es auch nach unendlicher Trauer und Schmerz zu einer überraschenden Wendung kommen kann. Danke für das Lesevergnügen. Am Rande möchte ich erwähnen, dass es mich überrascht, dass hier bei Erozuna, die Autoren kaum Kommentare von Lesern bekommen. Sie sind doch der Applaus für für die Schreibenden. Liebe Grüße Ihre Vivien

Gedichte auf den Leib geschrieben