Es hatte sich so eingespielt, dass sie außer einem T-Shirt nichts weiter trug, genau wie ich. Es hatte verschiedene Vorteile, die wir schnell herausgefunden hatten.
Die Nähe und Wärme des Anderen übertrug sich einfach viel direkter, man konnte viel unkomplizierter und schneller zur Sache kommen, ohne hinderliche Kleidung aus dem Weg räumen zu müssen und der Tastsinn konnte sehr viel einfacher befriedigt werden.
Imke hatte ihren Kopf auf meiner Brust abgelegt. Ein bisschen hatte ich die Hoffnung, dass sie sich um mein bestes Stück kümmern würde, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Aber sowohl ihre Finger als auch ihr Mund blieben brav.
„Flo … ich liebe dich und trage fast alle deiner Entscheidungen mit, aber willst du dir das mit der Hilfe für deine Eltern nicht nochmal überlegen?“
„Hätte ich vielleicht gemacht, wenn sie mich vernünftig gefragt hätten. Aber ich lasse mich nicht als egoistisches Arschloch und Bastard bezeichnen. Es wäre doch wohl kein Problem für mich, hat er gemeint. Als würden wir im Geld schwimmen und wäre es das Selbstverständlichste der Welt.“
„Na ja, schlecht geht‘s uns doch wohl nicht.“
„Das stimmt wohl. Aber ich habe mir jeden Euro hart verdient. Mir ist nichts davon in den Schoss gefallen und dann diese unfassbare Dreistigkeit.“
„Hast recht. Ich bin gespannt, ob sie Ruhe geben werden.“
„Ich auch mein Schatz, ich auch. Sag, wann habe ich dir das letzte Mal gesagt, dass ich dich sehr liebe?“
„Heute Nachmittag, Flo.“
„Das ist viel zu lange her. Ich liebe dich so sehr. Wie konnte ich damals nur so dumm sein und dich gehen lassen? Das passiert mir ganz sicher nicht nochmal. Und jetzt küss mich bitte.“
Imke kuschelte sich in meinen Arm und schnurrte wohlig wie ein Kätzchen. Ob wir es an diesem Abend noch gemacht haben, schließlich stand das Fiebermessen noch aus? Nein, meine Süße war in meinen Armen eingeschlafen. Wohl auch, weil ich ihr die ganze Zeit über das Haar gestreichelt hatte.
Aus dem Buch des Lebens ...
schreibt ulriketyress@gmail.com