Unsere Kräfte und auch die Lust auf Sex waren damit komplett verbraucht. Aber wir bereuten keine Sekunde und verschliefen sogar das Resteessen, was wir eigentlich geplant hatten. Die Alternative war ungleich schöner.
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Zu Sylvester hatten wir eine Party bei den Nachbarn geplant, zu der die halbe Straße eingeladen war. Der Partykeller war hübsch geschmückt, für Essen und Trinken wurde eine Umlage gesammelt und wer böllern wollte, musste sich entsprechend selbst versorgen. Zu tanzbarer Musik aus den 80er und 90ern wurde heftig das Tanzbein geschwungen. Anfangs machte ich mir Sorgen um Imke, die mit ihrer sonnigen Art längst überall Anschluss gefunden und unbändigen Spaß hatte. Besonders die Frauen bemühten sich um meine kleine schwangere Auster.
An diesem Abend waren auch Silke und Maya dabei, weil meine Imke die Frauen fast unbemerkt in die Clique eingeschleust hatte. Plötzlich gehörten sie dazu und keiner wußte genau, wie das passiert war. Schön, mich störte es nicht, im Gegenteil.
Imke feierte ausgelassen und hatte schnell eine sehr rosige Gesichtsfarbe. Ich genoss den Anblick, wie sie fröhlich mitmachte und sich für keinen Spaß zu schade war, wenn lustige Spiele gespielt wurden. Bei einem davon bekam jeder Gast zwei Stücke Papier und einen Kugelschreiber. Nun musste jeder sowohl einen Mädchen-, als auch einen Jungennamen aufschreiben. Zwei Sektkübel dienten als Sammelbehälter, die uns am Schluß feierlich überreicht wurden.
Imke und ich saßen schon öfter über Namenslisten in Büchern, durchforsteten die angesagtesten Namen im Internet, aber so wirklich einigen konnten wir uns nicht. Es war ja auch noch früh, gerade mal Ende dritter Monat, aber rechtzeitiges Sammeln konnte nicht schaden.
In alkoholschwangerer Stimmung gab es manche Hand, die sich beim Tanzen auf Imkes Hintern breit gemacht hatte oder gar an ihrer Seite zu weit nach oben gerutscht war.
Aus dem Buch des Lebens ...
schreibt ulriketyress@gmail.com