Alex, my love

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Alex, my love

Alex, my love

Anita Isiris

Mein Leben als Sachbearbeiter beim Arbeitsamt verläuft nicht gerade abwechslungsreich. Das heisst, es verlief nicht eben abwechslungsreich, bis am Montag, den 13. September 2010 Alex bei mir einzog. Der Bürotisch mir gegenüber war während über zwei Jahren unbenutzt, und mein Chef hatte sich schon überlegt, ihn entfernen zu lassen und mir ein Einzelbüro zuzugestehen. Solche Denkprozesse brauchen Zeit, zwei Jahre, wie in diesem Fall, sind keine Seltenheit. Wir arbeiten hier in einem Multifunktionsgebäude – im Erdgeschoss befindet sich eine Gelateria, im 1. und zweiten Stock liegen Büros, die teilweise an Auswärtige vermietet werden – an Selbständigerwerbende oder Firmen, die vorübergehend ein „Pied-à-terre“ hier in unserer Stadt suchen.

Ich selber halte mich nicht für sonderlich attraktiv mit meinen 49 Jahren. Ich trage gerne Jeans, schwarze Turnschuhe, und Polo-Shirts. Meine Frau hat sie mir gekauft, als sie noch meine Frau war. Angela hat mich verlassen, wegen dieser blöden Porno-Geschichte. Jemand hat ihr gezeigt, wie man eine Harddisk nach Bildern und Filmen durchforstet. Das ganze Terabyte, das ich mir im Lauf der Jahre aus dem Internet runtergeladen habe, lag dann unverschlüsselt vor ihr. Teeniefilmchen, Big Boobs, Lovely Pussy, Upskirt. Akribisch hatte ich etwa 20 Verzeichnisse geschaffen, die meinen Präferenzen entsprechen, und sie mit Inhalten gefüllt.

Sie hätte sich doch glücklich schätzen müsse, die Angie! Wenigstens wusste sie nun, worauf ihr Gatte wirklich stand. Angela hatte Big Boobs, eine Lovely Pussy, und Upskirt hätte sich auch machen lassen. Nur ein Teen war sie beileibe nicht mehr. Aber sie kannte keine Gnade. Exakt einen Monat nach ihrer Entdeckung waren wir geschiedene Leute.

Nun aber zu Alex. In sexueller Hinsicht hatte sich bei mir einiges angestaut, wenn Ihr wisst, was ich meine. Im Klartext, ich lechzte nach Frauenfleisch. Ich bin aber kein Schandtäter, sondern ein Sachbearbeiter. Ich liess sie also in Ruhe, die Frauen, auch die, die sich mir spätnachts auf dem Gehsteig darboten. Ich bin ein heimlicher Wichser. Die paar Nacktphotos, die ich mir von Angie aufgehoben habe, führen bei mir nach wie vor zu einer gewaltigen Erektion. Auf einem Bild kauert sie auf einem Felsbrocken. Wir haben das Photo auf einer Wanderung aufgenommen. Ihre Schamlippen sind zu sehen, von hinten. Mich erregt es, mir vorzustellen, dass sie von einem andern Mann genommen wird – auf besagtem Felsbrocken. Warum nicht? Angelas Punze für alle! Angela als öffentliche Frau. Ein Tittenbild von ihr habe ich ins Internet gestellt – einfach, um mich an der Scheidung zu rächen. Der Fact, dass jetzt Tausende Angelas Nippel sehen können, erregt mich ungemein.

Nun aber definitiv zu Alex. Als sie mein Büro betrat, hielt ich erst mal die Luft an. Es war Hochsommer, und sie war entsprechend gekleidet. Sie hatte einen leichten blauen Rock an, und ich konnte weisse BH-Träger ausmachen. Sie trug einen Kurzhaarschnitt, hatte eine eher spitz zulaufende Nase, und seelenvolle Rehaugen. Alex war Mutter von zwei Kindern, was sie mir in der ersten Stunde, in der wir uns kannten, erzählte. Ich musterte ihren Körper, und vermutlich konnte sie Gedanken lesen. Sie senkte den Blick und errötete. Alex war ausgesprochen dünn, um nicht zu sagen, mager. Langer Hals. Kleine spitze Brüstchen. Wenn sie sich streckte, sah man bestimmt ihre Rippen. Garantiert zeichneten sich die Hüftknochen ab. Was wohl in ihrem Mann vorging, wenn er ihre Knie auseinander zwängte? Alex hatte, so schätze ich, einen BMI von 20 – höchstens. Aber ihr Body passte zum spitzen Gesicht mit den sinnlichen Augen.

Ich beschloss, mir diese Frau einzuverleiben. Ich ging behutsam vor, half ihr bereitwillig beim Auspacken der Kisten mit ihren Büromaterial. Wenn sie sich bückte, war mir ein Blick in ihren Ausschnitt vergönnt. Kleine Brüste können neckisch sein. Ob sie ihre Kinder gestillt hat? Dabei kommt es bekanntlich nicht auf die Busengrösse an – im Gegensatz zu einem Tittenfick beispielsweise.

Ich gab den Gentleman und lud Alex zur Kaffeepause in unserer entmenschlichten Kantine ein. Nicht ein einziges schönes Bild hing an der Wand – von einer funktionierenden Heizung ganz zu schweigen.

Sie wurde rasch warm, meine Kleine, und erzählte von ihrer Familie. Da war ihr Mann, Tim, Schreiner von Beruf, der oft bis in die Nacht hinein arbeitete und im Haushalt offenbar keine grosse Stütze war. Alex arbeitete in einem
60 % Pensum.

Ich gab den Frauenversteher und kitzelte Details aus Alex heraus: Kaum war sie am Abend zuhause, ging's gleich los mit Wickeln, Abendessen richten, Aufräumen. Doch, es gab eine Nanny. Problematisch war aber der Donnerstag – der Tag, an dem Tim die Kleinen betreute. Mit innerem Lächeln hörte ich ihr einmal am Telefon zu, als sie ihm geduldig, wie einem Kleinkind, erklärte, wie man Würstchen heiss macht, in welchem Schrank die Schnuller liegen und wo man Windeln entsorgt.

Am kommenden Donnerstag schenkte ich Alex eine kleine blaue Blume in einer gestylten Vase. Sie strahlte glücklich. Bestimmt hatte sie schon lange keine Blumen mehr erhalten. Des Weiteren erfuhr ich, dass Alex religiös war. Ich liebe religiös veranlagte Frauen über alles. Bei vielen, die ich kennen gelernt habe – vor meiner Beziehung mit Angie – ist Religiosität so etwas wie sublimierte Lust. Etliche Frauen beben vor Geilheit, zügeln ihre Begierde aber mit Struktur, mit Moral, mit Spiritualität.

Ich sah mich als eine Art Mephisto, dem es nur darum ging, Alex um den Finger zu wickeln. Ich wollte nicht nur ihren Körper, ich wollte ihre Seele. Ein halbes Jahr liess ich mir von ihr Lebensinhalte schildern, gab den Zuhörer. Frauen mögen Zuhörer. Ich quittierte nicht gleich alles, was sie mir anvertraute, mit einem wertenden Kommentar, sondern liess Alex aus sich herauskommen. Parallel dazu steigerte sich meine Arbeitsleistung merklich, was auch meinem Chef nicht entging.

Die Schokospalte ist ein Storyband mit erotischen Geschichten unserer Autorin Anita Isiris.

Der Sommer wurde noch heisser, und Alex bevorzugte Grüntöne, die ihr ausgezeichnet standen. Offenbar verfügte sie nur über weisse Unterwäsche – ihre BH-Träger waren mir schon sehr vertraut. Nur, verdammt, was war da unterm verführerisch leichten Röckchen? Wie reagierte sie, wenn ihr Schreinermann sie nahm, bei Vollmond und spätabends? Hielt sie ihm einfach ihr Becken hin, innerlich gleichgültig, oder brachte er sie zum Kochen? Schrie sie beim Sex? Was für Nippel hatte die Alex?

Dann kam mir der Zufall zu Hilfe. An einem der Tage, an denen Alex nicht arbeitete, suchte ich in ihrem Schreibtisch einen schwarzen Kugelschreiber. Dabei stiess ich auf ein Kuvert mit Familienfotos. Auf den meisten Bildern waren ihre Kinder zu sehen, die zweijährige Nina und der vierjährige Linus. Da waren aber auch Fotos aus der Zeit ihrer Schwangerschaft. Es ist schon was Geiles, wenn sich Stoff über dem Bauch einer Frau spannt. Dann stockte mir der Atem. Ein paar wenige Bilder zeigten Alex nackt, im schwangeren Zustand. Sie hatte einen eher spitzen Bauch, und riesige Nippel zierten ihre kecken Brüstchen, wie Sahnehäubchen. Alex war totalrasiert, was mich bei ihrer Generation – Alex war 27 Jahre alt – nicht wunderte. Niedlich, wirklich niedlich, diese Labien.

Ich ging zur Toilette und wichste – nachdem ich die Bilder sorgfältig zurück- gelegt und in der Schublade verstaut hatte.

Von da an sah ich Alex mit ganz andern Augen. Sie war eine Frau, die geliebt werden wollte. Wenn sie sich Jesus öffnete, und ihrem Schreinermann, wieso dann nicht mir?

In der Folgewoche klagte sie über Rückenschmerzen. Das war mein Moment. Auf unserem Stock befanden sich bloss zwei Büroräume, die nicht direkt von uns genutzt wurden. Im einen stand ein Massagetisch; der Raum war vor längerer Zeit an eine Therapeutin zwischenvermietet worden, die sich allerdings nie blicken liess.

Ich lud Alex mal wieder zur Kaffeepause ein und erkundigte mich nach ihrem Rücken. „Mir ist das alles einfach zu stressig“, räumte sie ein - „der Spagat zwischen Familie, Beruf, Sozialnetz und Partnerschaft belastet mich.“ Sie hatte Tränen in den Augen. Ich hatte sie am richtigen Fuss erwischt und konnte mich ihrer Seele nähern. „Ich verstehe Dich gut“, sagte ich teilnahmsvoll. „Du selber bleibst in Deinem Leben auf der Strecke.“ „Genau so ist es.“ Alex fühlte sich verstanden.

„Kann ich etwas für Dich tun?“ Sie schaute mich aus ihren grossen Rehaugen verwundert an. „Du...?“ „Ja, ich. Ich habe Massagekenntnisse“, log ich. Alex setzte sich kerzengerade hin und wirkte tatsächlich wie ein junges Reh, das soeben dabei ist, sich zu orientieren.“ „Und Du meinst...“ „Wir haben doch auf unserem Stock eine Massagepraxis.“ Ich wurde konkret und war gespannt auf ihre Reaktion. „Ja, schon, aber...“ „Komm, ein bisschen Entspannung tut Dir bestimmt gut.“ Ich hatte eine Erektion.

Wir tranken wortlos unseren Cappuccino zu Ende und gingen zurück auf unseren Stock. Alex ging vor mir her die Treppe hoch. Sie trug eine hautenge rosa Hose an und ein gelbes T-Shirt. Ihr spitzer Arsch machte mich wirklich spitz, muss ich sagen. In der Toilette angelte ich mir ein paar Handtücher, wozu, wusste ich im Moment nicht. Ich wollte das Ganze professionell gestalten, und Handtücher und Massage gehören doch irgendwie zusammen…

Die Situation überforderte mich schlichtweg. Da sass dieses schlanke Wesen vor mir und schaute mich erwartungsvoll an. „Mal sehen“, brummte ich. Nicht mal Massageöl hatte ich dabei, ich Dilettant! Da entdeckte ich auf dem Wandschrank ein paar Weleda-Fläschchen. Ich wählte „Minze-Lavendel.“

„Soll ich mich jetzt ausziehn?“ Alex errötete. „Ja, mach mal.“ Sie kreuzte die Arme und zog ihr T-Shirt über den Kopf. Alex trug keinen BH. Sie hatte Wahnsinnsnippel, und meine Theorie bestätigte sich einmal mehr: Es kommt nicht auf die Busengrösse an – sehr wohl aber auf die Busenqualität. In qualitativer Hinsicht hatte Alex fantastische Tittchen. Am Liebsten hätte ich sie eingeölt – aber es ging ja um ihren Rücken, um ihr Kreuz. „Leg Dich hin“, forderte ich sie auf. Ich legte meine Hände auf die Schultern meiner „Klientin“. Alex atmete hörbar aus und entspannte sich. „Und wenn jemand reinkommt?“ „Kein Problem – wir tun hier ja nichts Verbotenes.“

Da hatte ich nun auch wieder Recht.

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