Alice und Leon

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Alice und Leon

Alice und Leon

Franck Sezelli

»Nichts zu danken, mir hat es mit dir sehr gefallen. Die Urlauberinnen in eurem Bungalow sind offenbar nicht sehr romantisch.

Du scheinst aber für romantische Stimmungen empfänglich zu sein.« Sie wandte sich Leon direkt zu und gab ihm einen dankbaren Kuss auf die Wange.
»Mir hat es ebenfalls sehr gut mit dir gefallen. Es ist schön, wenn man sich mal mit jemandem länger und tiefergehend unterhalten kann. Könnten wir das nicht wiederholen?«
»Ja, gerne, warum nicht?«
»Aber vielleicht nicht hier, das fällt dann eventuell zu sehr auf. Sieh dich um, hier sitzen noch viele andere aus dem Camp. Fast am Ende unseres Strandabschnitts gibt es einen großen Sonnenschirm, den hast du bestimmt schon gesehen. Ich werde, wenn ich mich bei meinen Freunden absetzen kann, morgen Abend um dieselbe Zeit dort sein. Vielleicht kannst du es auch einrichten. Es würde mich freuen, wenn wir uns dann zu einem abendlichen Schwätzchen treffen könnten.«
»Ich werde da sein. Bis morgen, Leon!« Sie erhob sich schnell und verschwand in der Nacht.
***
Die Sonne ging langsam unter, am Strand war nicht mehr viel zu erkennen, links schimmerte das Meer im vergehenden Sonnenlicht. Es plätscherte ruhig zu Leons Füßen. Weiter hinten sah er Lichter, die nicht mehr zum Ferienresort gehörten. Sie blendeten aber trotzdem und erschwerten die Sicht über den Strand. Jetzt hatte er den schwarz wirkenden großen Schirm entdeckt, den Treffpunkt. Hierher wollte er schon gestern kommen, leider hatte er sich von den anderen nicht losmachen können.
Heute hatte Leon verkündet, dass er noch Lust hat, etwas frische Luft zu schnappen und einen kleinen Spaziergang zu machen. Niemand von den anderen Urlaubern oder Urlauberinnen war interessiert, ihn zu begleiten. Zum Glück!
So stand Leon nun etwas verloren an diesem Treffpunkt für gestern Abend und sinnierte, was ihn hierher gezogen hat.

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