Alles in Ordnung?

Alles in Ordnung - Episode 1

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Alles in Ordnung?

Alles in Ordnung?

Svenja Ansbach

Tag 9 ohne Jürgen. Der saß als Schweißer auf einem verfickten Autobahnbrückenneubau an der A8 irgendwo im tiefsten Bayern. Ich hasste das – obwohl der Montagelohn nicht der schlechteste war.

Ich war so wuschig, dass ich beschloss, mal wieder in eines dieser ‚Wir wichsen gemeinsam‘-Portale zu gehen. Nicht, dass ich es mir nicht hätte selbst und allein besorgen können – ich konnte das vorzüglich –, aber der Gedanke, einen anderen Mann durch meinen Anblick zum Spritzen zu bringen, hatte schon was. Es kam dennoch nicht sehr oft vor, dass ich diese Seiten aufsuchte, denn es war für mich schwierig, jemanden zu finden, vor dem ich mich wirklich gerne ‚öffnete‘.

Wenn man die ‚Nutzer‘ durchblätterte, saßen meistens schon irgendwelche kopflosen, ihren mehr oder weniger stattlichen Schwengel reibenden, Subjekte vor ihren Webcams, mit dem einzigen Ziel des sofortigen Samenverlustes.

So war es auch heute. Ich hatte mich sorgfältig auf meinem Stuhl ausgerichtet, damit mein Gesicht nicht zu erkennen war. Ok, die schulterlangen, glatten, brünetten Haare hingen noch in den Kamerabereich, ebenso wie das Kettchen mit dem Anhänger, das über dem T-Shirt hing. Aber damit würde ich wohl kaum zu identifizieren sein. Ich hatte meinen Rücken sorgfältig mit Kissen ausgepolstert. Mein Bäuchlein sollte nicht mehr Falten schlagen, als unbedingt nötig. ;-) Den BH hatte ich bereits abgestreift. Die Nupsis meiner Titten zeichneten sich vielversprechend gegen den dünnen Stoff ab. Eingeschaltet hatte ich die Kamera noch nicht.

Das Zappen begann. Wie erwartet bestand fast jeder Auftritt aus einem Schwanz, an dem eine Hand hing, die daran herummanipulierte.

Jungs … ihr müsst jetzt ganz tapfer sein … ihr habt definitiv eine falsche Vorstellung von der Sogwirkung eures Gemächtes auf die Damenwelt.

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