Alles passt, nur manches hängt

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Alles passt, nur manches hängt

Alles passt, nur manches hängt

Leni Trattner

Wie es ankam. Wie er verstand. Zu spät.
Ihre Finger fanden mich zwischen den Beinen, erst nur ein sanfter Druck durch den letzten Stoff, dann ein bewusstes, langsames Streichen. Mein Körper reagierte, ohne höflich zu sein – Wärme, Feuchtigkeit, dieses zu schnelle Pochen. Ich stützte mich mit einer Hand an der Bettkante ab, mit der anderen an ihrer Schulter, um nicht nach vorne zu kippen.
Hinter uns hörte man seinen Atem. Kürzer jetzt, unruhig. Die Fesseln klirrten, als er unwillkürlich das Becken bewegte, als wolle er näher rutschen.
„Bitte“, entfuhr es ihm.
„Was denn bitte?“, fragte ich, ohne ihn anzusehen. Meine Stimme klang anders – voller, sicherer.
Er schluckte. „Darf ich… mitmachen? Nur ein bisschen?“
Sie lachte leise, ein kurzer, dunkler Laut, der durch meinen Körper ging. „Nein“, sagte sie schließlich. „Zuschauen reicht. Wer ihren Körper nicht ganz perfekt findet, hat es nicht verdient, ihn zu berühren. Dafür sorge ich.“
Sie kniete sich vor mich, zog mich sanft mit, bis ich auf dem Bettrand saß, die Knie geöffnet. Ihre Hände lagen an meinen Oberschenkeln, Daumen nach innen gerichtet, und ich spürte, wie seine Aufmerksamkeit sich dort festfraß, wo ihre Finger mich hielten.
„Schau mich an“, flüsterte sie mir zu.
Ich tat es. Alles andere trat in den Hintergrund – das Zimmer, die Musik, er. Nur ihr Mund, der sich näher bewegte, ihr Atem auf meiner Haut. Als ihre Lippen mich dort berührten, wo ich längst offen war, war es keine Überraschung mehr, sondern die logische Konsequenz. Ein leiser Laut entkam mir, tiefer als ein Seufzer, näher am Aufstöhnen. Ich spürte, wie mein Becken ihr entgegenkam, wie meine Finger sich in die Bettdecke krallten.
„Oh Gott“, sagte er leise. Es klang nicht mehr souverän.
Ich ließ den Kopf in den Nacken sinken, schloss die Augen, nur um sie im nächsten Moment wieder zu öffnen.

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