Ich schrieb langsam:
„Beides.“
Die Antwort kam sofort.
„Schick mir den Standort.“
Ich tat es. Und sperrte sogleich wieder mein Handy.
Und als er sich wieder neben mich setzte, lächelte ich ihn an.
Diesmal ein kleines bisschen anders.
Er merkte, dass sich etwas verändert hatte.
Nicht sofort. Aber nach ein paar Minuten. Vielleicht war ich aufmerksamer. Vielleicht ließ ich seine Berührungen einen Moment länger zu. Vielleicht sah ich ihn einfach anders an, mit einem Wissen im Blick, das nicht mehr nur ihm gehörte.
„Du bist gerade sehr… da“, sagte er irgendwann.
Ich drehte den Kopf leicht zu ihm. „War ich vorher nicht?“
„Doch“, meinte er, ein kleines Lächeln, „aber jetzt mehr.“
Ich erwiderte nichts darauf. Strich nur mit den Fingern kurz über seinen Arm, beobachtete, wie er darauf reagierte. Und natürlich reagierte er genau so, wie ich es erwartet hatte.
Wir gingen später noch in den Barbereich. Gedämpftes Licht, leise Musik, Stimmen, die ineinanderflossen. Und ich in einem Kleid, das meine Vorzüge betonte. Dort trank ich etwas, das stärker war, als ich es sonst gewählt hätte – nicht, weil ich es brauchte, sondern weil es in die Stimmung passte. Weil alles sich gerade ein bisschen dichter anfühlen durfte. Meine Haut war noch warm von der Sauna, mein Hals ein wenig gerötet, und ich wusste, dass man mir ansehen konnte, dass ich in diesem Zustand leicht entflammbar war.
Als mein Handy vibrierte, atmete ich kurz tief durch. Und wusste, was ich lesen würde.
„Bin da.“
Ich hob den Blick, ließ ihn durch den Raum gleiten – und entdeckte sie fast sofort. Am Eingang, noch im Mantel, die Haare leicht vom Wind zerzaust. Sie blieb einen Moment stehen, suchte – und fand mich.
Dieses kleine Lächeln zwischen uns.
Ich stand auf. „Ich bin gleich zurück“, sagte ich, als wäre es nichts.
Alles passt, nur manches hängt
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Alles passt, nur manches hängt
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