Am großen Fluss

Aus dem Zyklus - Auf der Suche

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Am großen Fluss

Am großen Fluss

Yupag Chinasky

Sie tranken ein weiteres Bier und er versuchte seinem Gegenüber klarzumachen, dass er keine Lust auf ihn hatte, keinerlei Ambitionen noch etwas mit ihm zu unternehmen oder gar die Nacht im Hotel zu verbringen. Sie verließen das Lokal, bevor er das Gefühl hatte erfrieren zu müssen, verabredete sich aber für den nächsten Abend am selben Platz zum Essen.

Doch am nächsten Tag wartete vergebens, der Ladyboy kam nicht und er hatte keine Lust, noch einmal zu frieren. Er ging zum Flussufer, um allein in einem der kleinen Restaurants zu essen und mit den Mädchen, die die Kunden anlockten, zu schäkern. Doch auf dem Weg dorthin musste er an zwei Mädchen vorbeigehen. Die eine saß auf einem Moped, die andere stand daneben. Sie redeten und lachten und als sie ihn sahen, konzentrierte sich ihre Aufmerksamkeit auf den Fremden und sie winkten ihm zu, er solle zu ihnen kommen. Die kleine Mopedfahrerin sah sehr hübsch aus und weil sich ihre Begleiterin sofort, kichernd und lachend, verabschiedete, konnten sie allein zusammen plaudern. Schließlich lud sie ihn zu einer Rundfahrt mit dem Moped ein. Sie hatte ihre enge Jeansjacke verkehrt herum angezogen, der Rücken vorne, die Knöpfe hinten und auch ihre Baseballmütze hatte sie mit dem Schild nach hinten auf ihre üppigen Haare gesetzt. Sie sah sehr süß aus, sehr sexy, sehr jung aus und er genoss ihre Nähe, denn als er, nicht gerade ein Leichtgewicht, auf dem Moped saß und sie anfuhr, wackelte er aus lauter Unsicherheit herum. Er musste sich an ihr festhalten, mit seinen Händen um ihre Taille, um einen sicheren Halt zu haben. Sie lachte nur und ließ es zu und als die Fahrt dann doch so einigermaßen sicher und problemlos vonstatten ging, ließ er sie keineswegs los, seine Hände tasteten vielmehr ihren Körper ab und auch das war für das Mädchen anscheinend kein Problem. Sie fuhren durch die nächtliche Stadt und dann rief sie ihm zu, dass sie ihm ihre Wohnung zeigen wolle.

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