Besser hätte man’s nicht machen können. Danke, das war’s für heute. Feierabend!“
Johnny – so heißt mein Partner mit Künstlernamen – lässt sich auf den Rücken rollen und atmet tief durch. Verschwitzt liegen wir nebeneinander und genießen das Nachbeben unserer Performance. Tatsächlich war ich gar nicht mal so weit von einem echten Orgasmus entfernt, und wenn ich wirklich gewollt hätte, dann wäre ich auch gekommen. Aber leider sehen meine echten Höhepunkte auf Video wesentlich weniger überzeugend aus als diese übertriebenen Fake-Orgasmen. Außerdem genieße ich einen guten Fick in vollen Zügen, auch wenn ich nicht komme. Vor allem, wenn er so herausragend ist wie der eben.
„Sorry, dass ich dich so vollgesaut habe“, sagt Johnny und streicht mit sanft eine Strähne aus dem Gesicht. „Aber du bist halt einfach viel zu hot.“ Er dreht sich zum Kameramann, der gerade ein paar Kabel in eine abgewetzte Sporttasche verstaut. „Kann uns jemand mal die Kleenex rüber werfen?“
„Lass, ich spring schnell unter die Dusche.“
Während ich in Richtung Bad verschwinde, ruft Johnny mir nach: „Beeil dich bitte, ich müsste mal pinkeln!“
Komisch, denke ich, als ich den Duschvorhang hinter mir zuziehe. Eben noch haben wir miteinander gevögelt, und jetzt ziert er sich, zusammen mit mir ins Badezimmer zu gehen. Ich habe noch nicht oft mit ihm gedreht, kenne ihn also nicht wirklich. Aber angeblich war er schon immer so. Trennt Job und Privatleben extrem hart. Der Sex mit mir gerade eben, das ist für ihn der Job. Alles davor und danach ist nicht „Teil des Vertrags“, und da gelten für ihn komplett andere Regeln. Bei einem Dreh kann er den härtesten Macho mimen, aber privat ist er, soweit ich gehört habe, ein netter, zuvorkommender und charmanter Mensch. Und eher schüchtern. Also für einen Pornodarsteller.
Am Set
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