Beim letzten starken ciclon hatte die vereinte Gewalt des Sturms und Meeres große Schäden an den Häusern der Wasserfront angerichtet. Noch jetzt sah man Wohnungen, deren Fassade weggerissen worden waren. Das Mädchen bedeute ihm einen Block vor dem Ziel, er solle aussteigen und zu Fuß weiter gehen. Sie beschrieb ihm genau die Lage der Wohnung und vergaß auch nicht, ihn zu ermahnen, unbedingt den Hintereingang zu benützen.
Sie trafen sich wieder im obersten Stock, in der Wohnung eines jungen Mannes, der ebenfalls Rastalocken trug und ständig breit grinste. Er wohnte anscheinend allein hier und hatte die Aufforderung zur Evakuierung, wie viele andere auch, ignoriert, weil er mehr als die Schäden durch den ciclon, die Plünderungen durch Nachbarn und umherstreifende Diebe fürchtete. Er war dabei, seine Wertsachen - Kühlschrank, Fernseher, Couch - in den vom Meer abgewandten Teil der Wohnung zu räumen und die Fenster zum Meer mit Latten zu verbarrikadieren. Er war über den Besuch zu so später Stunde keineswegs erstaunt, steckte das Mietgeld ein und ermahnte die beiden, sich nicht auf dem Balkon zu zeigen, keinen Lärm zu machen und niemanden in die Wohnung zu lassen. In einer Stunde oder wenn sie wollten auch später, käme er zurück. Dann ließ er sie allein.
Das Mädchen bedauerte, dass sie nichts zu trinken dabei hatten und dass auch im Kühlschrank des Vermieters nichts zu finden war. Zum Glück war ihre Zigarettenschachtel noch fast voll. Sie setzte sich auf das Sofa und rauchte. Er ging an das Fenster und beobachtete durch die Schlitze der Fensterläden die Straße. Vor dem Haus standen ein paar Menschen und redeten miteinander, möglicherweise war auch ein Polizist dabei, aber die Sicht und die Beleuchtung waren schlecht und er konnte nichts genaues erkennen. Als das Mädchen mit der Zigarette fertig war, ging sie ins Schlafzimmer und rief ihm zu, er solle kommen, bevor die Zeit um sei und sie die Wohnung wieder verlassen müssten.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.