Ja, er befand sich wirklich im Paradies. Knapp bekleidete Camgirls huschten gut gelaunt herbei. Sady gesellte sich zu einer langbeinigen Schwarzen mit üppigem Vorbau, und kraulte deren Knie. Ein bleicher Programmierer streckte sich in der Sonne und genoss die Szene; ein breitschultriger Bohrspezialist sinnierte übers Bohren, während er sich zu einer Rothaarigen gesellte, die sich müde vom Räkeln streckte, und ihm sehnsüchtige Blicke zuwarf. Und eine engelsgleich gebaute Blondine seufzte traurig über die reichhaltige Tafel, um sich schließlich nur am Salat zu bedienen, damit sie auch ja so engelsgleich bliebe. Denn die Konkurrenz war hart…
Endlich trat auch Amanda, das Söhnchen im Schlepptau, in den Hof. Auch wenn die Konkurrenz groß war, der Adel war nicht zu verkennen. Sie betrat nicht, …sie erschien. Ein schulterfreies, blumenfrohes Sommerkleid schmiegte sich um ihre schweren, üppigen Naturbrüste und umschmeichelte zierliche Knie. Jede ihrer Bewegungen war die reinste Magie, und schwang in der stattlichen Oberweite nach. Auch wenn jedes, der topp gepflegten Camgirls für sich genommen eine Augenweide war: Die naturbelassene Gutsherrin besaß eine Ausstrahlung, der sich Torben unmöglich entziehen konnte…
Der Makler bereute nicht, dass er seinen Lieblingsgasthof verpasst hatte. Er überhäufte die Köchin mit Komplimenten, als die Tafel schließlich aufgehoben wurde. Ganz selbstverständlich fasste hier jeder mit an, bevor man sich wieder der jeweiligen Profession widmete. Der Junge verschwand im Sandkasten, und war unter den Augen der Alten Dame bestens versorgt, während die Spülmaschine ihre Arbeit tat. So blieb reichlich Zeit für die Mama, sich um den fremden Gast zu kümmern. Und das Wort „Mama“, …diese Frau wirkte so jung, so schön, so spritzig; irgendwie hatte sie so gar nichts „muttiartiges“ an sich. …irgendwie irritierte den Mann diese Vorstellung. Zumal sie so offensichtlich mit ihren Reizen spielte.
„Was hältst du von einem kleinen Verdauungsspaziergang zum See? Dort könnte ich dir die Parzelle zeigen. Sie liegt etwa eine halbe Stunde von hier am Waldrand“, schlug sie vor, während sie sich auf dem, Stuhl streckte.
Amanda hatte im Gegensatz zur Schwester Achselhaare. Schon beim Essen war es ihm aufgefallen. Er musste immer wieder hinschauen. Aber nicht etwa, weil es ihn ekelte. Er hatte es schlichtweg noch nie bewusst an einer schönen Frau gesehen. Torben hatte gelernt:
„DASS SOWAS JA WOHL GARNICHT GEHT.“ Doch jetzt fragte er sich ernsthaft: „Warum?“
In seinen Kreisen war Frau blank rasiert. Sie hatte ja auch viel Zeit dazu. Aber Amanda, die Gutsherrin, hatte echt viel zu tun. Sie managte das Gut, fuhr selbst mit dem Traktor in den Wald um anzufassen, kümmerte sich um ihr Kind (Wo war der Vater überhaupt?), und war auch noch Mutter, Freundin, Ansprechpartnerin und Entertainerin für ihre Mieter. Und wenn mal Gäste kamen, wurden auch die noch gut unterhalten. Wann blieb da Zeit für Schminken und Damenrasur?
O ja, Torben bewunderte diese Frau. Und sie erregte ihn bis in die Zehenspitzen…
„Gute Idee“, …stimmte er zu. „Ich hab auch echt zuviel gegessen. Nichts lieber, als ein ausführlicher Spaziergang. Und ich nehme den Fotoapparat mit. Dann kann ich dem Kunden auch was zeigen…“
Amanda
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Amanda
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