Es fing also gleich an. Amelie hielt dieses Warten kaum aus, das ihre Nerven so strapazierte. Zu ihrem Erstaunen spürte sie, dass diese Erregung auf ihren Unterleib überging. Die schamlose Zurschaustellung ihres nackten Körpers – sie verursachte Lüsternheit bei ihr. Ein stechender Schmerz brachte die Wirklichkeit zurück. Gnadenlos peitschte er sie, von einer Seite zur anderen. Amelies hintere Hemisphären misshandelte ihr Herr, als wären sie nicht aus Fleisch und Blut. Yvette registrierte genau, wie der bloße Popo unter den Streichen litt. Unbarmherzig sauste die Gerte nieder, verwandelte himmlisches Weiß in höllisches Rot. Amelie rüttelte an ihren Fesseln, tanzte verzweifelt mit dem gemarterten Popo. Die Gerte entlockte ihr gellende Schreie, ließ dem Publikum den Schreck in die Glieder fahren. Sie büßte schwer für ihren Seitensprung, der ihr so übel nachgetragen wurde. Amelies Arsch brannte lichterloh, als der Herr endlich ein Einsehen hatte.
Amelie hing leblos über den Schragen. Nur ihr gepeitschtes Gesäß – es zitterte leicht. Entsetzen sah man in manchem Frauengesicht. Keine wünschte sich solch grausame Behandlung. Es war totenstill!
Der Herr, Otto von Geiwitz, befreite sie selbst von den Fesseln. Yvette trug er auf, sie solle Amelie ein Glas Wasser bringen. Höchst unwillig machte sie sich davon. Diese Entwicklung passte ihr gar nicht. Otto half Amelie auf, die sich nur schwer auf den Beinen halten konnte. Endlich brachte Yvette das Wasser, das er Amelie langsam zu trinken gab. Er setzte sie sachte auf den Stuhl, auf dem er sie eben noch verhauen hatte. Amelie konnte kaum sitzen, lehnte sich dennoch zurück. Der Herr erklärte die Versammlung für beendet, schickte die Anwesenden aus dem Saal. Auch Yvette musste gehen! Sie funkelte ihren Herrn an – eine Spur zu giftig. Er würde sich bei Gelegenheit um sie kümmern. Der Französin drohte Ungemach! Nun aber kümmerte sich der Herr um das nackte Mädchen. Er trug sie in sein Schlafgemach, legte sie auf das Bett. Otto wusste, was er ihr angetan hatte. Die Wiedergutmachung begann bei ihren Brüsten, die er mit Küssen bedachte. Jeden Fleck kosteten seine Lippen, die allmählich Amelies Lebensgeister weckten. Ihr Wunsch ihn zu spüren wurde übermächtig. Rasend vor Gier ging sie auf die Knie, presste den Bauch an die dreiteilige Matratze. Der Herr staunte über ihr gezeichnetes Hinterteil. Es wäre zu schmerzhaft, nähme er sie auf diese Art. Seine Arme hoben Amelies Beine an, die er nun in der Schwebe hielt. Er stieß sie von unten, ohne dabei ihren wunden Hintern zu berühren. Es war nicht sehr komfortabel, aber Beiden egal. Längst zählte für sie nur noch das körperliche Begehren. Der Herr vögelte sie gut, so wie sie es von ihm gewohnt war. Die Schreie schallten durch das ganze große Haus, brachen sich an den Wänden. Auch im Zimmer der Französin konnte man sie hören. Yvette wusste jetzt, dass sie den Herrn endgültig an Amelie verloren hatte. Enttäuscht packte sie ihre Koffer. Sie ging noch am selben Tag.
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