Vor der gesamten Belegschaft würde der Herr sie bestrafen. Die Vorstellung erschreckte sie! Am schlimmsten war, dass sie Yvette gehorchen musste. Der Person, die sie so schmählich verraten hatte! Die dunkelhaarige Französin höhnte sogleich:
„Morgen waschen wir erst einmal die Schminke von Deinem Dicken ab! Ich sorg schon dafür, dass er wieder hübsch heile wird. Schlaf schön, Amelie! Wir sehen uns dann morgen früh. Bonne nuit!“
Amelie antwortete nicht. Weinend ging sie zu Bett. Die Aufregung hatte sie müde gemacht. Sie fiel in einen tiefen Schlaf, der einem Koma ähnelte. Ihr letzter Gedanke galt ihrem geliebten Herrn. Sie wollte ihr möglichstes tun, um ihn nur wieder zurück zu gewinnen. Dann fielen ihre Augen zu.
Die folgenden Tage liefen für Amelie nach einem immer gleichen Schema ab. Gleich morgens kam Yvette, unterzog ihren Po einer gründlichen Revision. Von frechen Kommentaren begleitet, salbte sie ihn. Sie verbrauchte Unmengen an Cold Creme, die sie mit großer Freude verteilte. Dabei nahm sie keinerlei Rücksicht auf Amelies Schmerzempfinden. Aber es half – am sechsten Tag sah man nur noch ganz blasse Striche. Tags darauf hatte Amelies Kehrseite ihre schneeweiße Farbe zurück. Der Herr beschloss, dass die Züchtigung am nächsten Abend vollzogen werden sollte. An einem Sonntag, gleich nach dem Abendessen. Er schickte Yvette zu Amelie, um diese für den besonderen Anlass einzukleiden. Die Französin genoss diesen Auftrag, der Amelie die Schamröte ins Gesicht trieb. Fertig angezogen, maulte sie:
„Was soll diese Staffage? Ist das Deine Idee gewesen? Diese Maskerade ist einfach unmöglich…“
Weiter kam sie nicht, da Yvette damit drohte den Herrn zu rufen, sollte Amelie sich weigern.
Amelie hasste diese Kleider! Wie ein unmündiger Backfisch sah sie darin aus. Der Rock ging bis zu den Knien, war einer Dame unwürdig. Die Matrosenbluse schien kaum besser, da Amelie darin einem frühreifen Schulmädchen ähnelte.
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