Ana Popovic ....

Geschichten vom Anfang der Träume

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Ana Popovic ....

Ana Popovic ....

Stayhungry

Das ist einer meiner schönsten Gedanken. Nicht, weil er mich wie ein Waschlappen unermüdlich bedient, nein, weil ich weiß, dass er mir mit derselben
aufrichtigen Freude einen Gefallen tut, mit der er mich fickt.

Dann wäre alles gut. Wenn wir es überleben.

*

Irgendwie habe ich selber Schuld. Ich bin ja begeistert in dieses Nachtleben eingetaucht und habe nicht gefragt, was dahinter steckt. Aber dann kommt die Wut in mir hoch! Der Lebens- und Liebeshunger einer leidenschaftlichen jungen Frau gibt niemandem das Recht, sie wie eine Ware zu behandeln, sie zu verkaufen wie ein Stück Fleisch!

Dann träume ich von Killern der serbischen Mafia, die ich anheuere um Bernd und seine Clique umzunieten. Ich schwanke in meinen Phantasien zwischen einem Showdown im Stil Quentin Tarantinos oder einer stillen, leisen Aktion, kaum hörbares Spucken schallgedämpfter Präzisionswaffen mit anschließender Entsorgung in einem einsamen Grab
tief im Wald.
Nur leider sind meine Eltern kreuzbrave Leute, die weder irgendeine Begeisterung für die schlimmen Kriege im Namen unseres Volkes noch Verbindungen in die Unterwelt haben. Vor Jahren sind sie nach Kroatien gezogen und haben eine Pension an der dalmatinischen Küste eröffnet. Meine Mama hat da Verwandtschaft, denn eigentlich sind wir alle kreuz und quer vermischt und serbisch, kroatisch oder bosnisch passt auf die wenigsten in unserer Familie.

Davon weiß Bernd nichts, denn es hat ihn nie interessiert. Meinen serbischen Pass hatte er mir bald abgenommen. Der Idiot glaubt, damit hätte er mich in der Hand. Längst habe ich einen neuen, Verlustanzeige und Neuausstellung haben zwar ein wenig gedauert, waren aber kein Problem.

Opa ist mit seinem Ersparten vor Jahren zurückgegangen nach Serbien und hat in Belgrad eine Spedition aufgemacht, die gut läuft. Er betreibt Import-Export hauptsächlich mit Deutschland und hat auch eine Filiale in Sarajevo in Bosnien-Herzovina.

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