Mal abgesehen von glatter Haut, frischem Teint und merklich weniger Müdigkeit und Abgeschlagenheit, konnte frau auch sinnliche Freuden daraus gewinnen.
Mann auch.
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Als ich aufstand, weil meine Blase nun reichlich drückte, folgte er mir ins Badezimmer, kniete sich gegenüber der Toilettenschüssel an die Spiegelwand und wartete. Er sah mir immer gern zu und seine charmante, jungenhafte Freude ermüdete dabei wirklich nie. Was ihn wirklich heiß machte, war, wenn ich im Stehen pinkelte. Also nicht so, mit gespreizten Fingern Männer imitierend den Strahl irgendwie nach vorne lenkend. Das wirkt nur vulgär und das würde ich auch nicht machen. Nein, ich liebe die ästhetische, formvollendete Pose. Einer Königin, mehr noch, einer Göttin gleich soll meine lustvolle Erleichterung nur ansprechend, erregend, anmutig, natürlich, makellos, anbetungswürdig
sein. Das habe ich unter seiner liebevollen Begeisterung zur Kunst erhoben.
Die Haltung an sich war nicht allzu schwer einzunehmen, da sie jener zu Beginn unseres abendlichen Festes der Sinnlichkeit glich, breite Beine auf hohen Schuhen, den Oberkörper nach vorne gebeugt, das Kreuz durchgedrückt, Becken noch hinten gereckt. So stand ich über die Toilettenschüssel gebeugt.Manchmal machte ich das auch in der ebenerdigen Dusche. Es war ihm vollkommen egal, ob ich die Schüssel treffe oder den Abfluss. Mein Pfützchen war ihm immer willkommen, er liebte es fast so wie mein nasses Pfläumchen.
Wichtig für den vollendeten Akt war es, ein streuendes Gepritschel zu vermeiden, dann wurden die Strümpfe nass. Das war nicht schlimm, aber die intime Begegnung hatte dann eine vollkommen andere Ausrichtung, hemmungslos, grenzüberschreitend, doch nicht mehr ästhetisch. Der starke, feste Strahl war also die Königsklasse und das Gelingen abhängig von Druck, Entspannung und gekonntem Ausgleich zwischen diesen Polen während meiner Erleichterung.
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