III
Als Mona nach gefühlten Ewigkeiten aus ihren inneren Bildern, Gefühlen und Phantasien wieder auftauchte und die Augen öffnete, musste sie lächeln. Mit Ralfs Kontemplation war es offenbar nicht mehr so weit her. Er ruckelte unruhig auf seinem Kissen, was ein deutliches Rascheln hervorbrachte. Sein Gesichtsausdruck hatte sich verändert. Schweiß stand ihm auf der Stirn und lief die Wangen herunter. Er flüsterte vor sich hin. Irgendwann meinte Mona die Worte „Jetzt halte ich es nicht länger aus!“ zu verstehen. Sie blieb weiter still.
Ralfs Unruhe nahm zu. Schließlich stand er in einem Schwung auf und schaute von oben auf die Angebetete herab. Sein Blick verriet so viel Lust, dass Mona sich denken konnte, woran seine Anbetung gescheitert war. Was er sah, ließ ihn eben nicht unberührt. Unter seinem Lungi gab es eine so auffällige Beule, dass Mona klar, wie sehr er erregt war.
„Quäl‘ dich nicht, Liebster. Tu, worauf du Lust hast. Freude ist in Gottesdiensten nicht verboten. Wir sind doch beide keine Anhänger strenger Askese und quälender Bußübungen“. „Du hältst mich also nicht für einen willensschwachen Versager oder Schlappschwanz?“ „Letzteres ganz sicher nicht, wenn sich unter deinem Lungi verbirgt, was allzu offensichtlich ist“. „Seit wann geht es uns um Willensstärke und Meistertitel in Entsagung. Wir feiern die körperliche Liebe doch nur zu gern. Lust und Vergnügen stehen in meinem Bekenntnis ganz oben“.
Sie sah, wie sich Ralfs Gesichtszüge entspannten. Dann ging er vor Mona auf die Knie. Beinahe in Zeitlupe näherte er sich ihrem Schoß mit seinem Gesicht.
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